Schlagwort-Archive: Glück

Wo die Bibel recht hat

„Geben ist seliger als nehmen!“ – Dieses Zitat aus der Apostelgeschichte kennt beinahe jeder. Aber in der Arbeitswelt scheint es nicht die geringste Rolle zu spielen. Im Gegenteil: Dort wird mit harten Bandagen gekämpft. Jeder will vorankommen, jeder will gut verdienen. Man konkurriert heftig um die Ressourcen. Unternehmen kämpfen mit allen Mitteln um Marktanteile. Moral und Ethik werden da auch schon mal beiseite gelassen. Großzügigkeit, Warmherzigkeit, Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft – Tugenden wie diese scheinen eher in die Freizeit zu gehören und dem Privatleben vorbehalten zu sein. Vor allem in der Weihnachtszeit haben sie dann Saison.

Glück ist das Ziel

Und wozu das alles? Was erhofft man sich beispielsweise von der Karriereleiter? Von der nächsten Gehaltserhöhung? Letzten Endes ist die Antwort immer dieselbe: Die Menschen wollen glücklich sein. Sie wollen Anerkennung bekommen, sie wollen sich etwas leisten können. Weil sie denken, dass sie dann glücklicher sein werden. So ziemlich alles, was man im Job tut, soll dazu dienen, das eigene Leben gut zu machen, im besten Fall sogar glücklich. Darum geht es, das treibt uns jeden Tag an. Die Sehnsucht nach einem glücklichen Leben.

Mangel und Bedürftigkeit

Und darum achten die Menschen in der Arbeitswelt immer sehr aufmerksam darauf, was sie bekommen: Bekomme ich genug Anerkennung? Genug Geld? Genug Aufmerksamkeit? Genug Chancen? etc. Und sehr oft fällt die Bilanz nicht günstig aus. Wir haben fast alle sehr oft das Gefühl, nicht genug zu bekommen. Folglich sind viele von uns unzufrieden. Nicht wenige empfinden sogar Groll. Etliche fühlen sich als Opfer, weil sie den Eindruck haben, sie würden um etwas betrogen, das ihnen zusteht.

Das Gefühl des Mangels dominiert, die Bedürftigkeit steht im Vordergrund. Und ganz gleich, was und wie viel wir bekommen – irgendwie scheint es nie genug zu sein.

Der große Irrtum

Wilhelm Busch hat ein witziges kleines Gedicht verfasst, mit dem er das Problem auf den Punkt bringt:

Wonach du sehnlich ausgeschaut, es wurde dir beschieden. Du triumphierst und jubelst laut: Jetzt hab ich endlich Frieden!

Ach, Freundchen, rede nicht so wild, bezähme deine Zunge! Ein jeder Wunsch, wenn er erfüllt, kriegt augenblicklich Junge.

Und genau das konnte die Forschung bestätigen. Wenn wir etwas Gutes bekommen, dann haben wir nur kurze Zeit Freude daran. Denn wir gewöhnen uns meist rasch an das Gute – und dann wollen wir mehr. Dann geht es wieder von vorne los mit dem Wünschen und Begehren, dem Hoffen und Warten. Denn tatsächlich sind wir für das Dauerglück gar nicht geschaffen. Dauerhaft ist lediglich unser Streben nach Glück. Und genau deshalb ist es sinnlos zu erwarten, wir würden in der Zukunft glücklich sein können, wenn wir erst dies oder jenes erhalten bzw. erreicht hätten. Diese Hoffnung ist äußerst trügerisch und bewahrheitet sich für gewöhnlich nicht.

Das verlässliche Glück

Es gibt jedoch eine andere Art von Glück, die sehr zuverlässig funktioniert. Nämlich das Glück des Gebens. Dieses Glück ist biologisch verankert. Wir konnten als Art nur überleben und uns erfolgreich behaupten, weil wir kooperiert haben und füreinander da waren. Deswegen belohnt die Evolution noch heute Altruismus mit Glücksgefühlen.

Das Phänomen ist in der Wissenschaft auch unter dem Namen „Helper’s High“ bekannt. Denn wir sind regelrecht high, wenn wir jemandem etwas Gutes getan haben. Dieses Hochgefühl lässt sich medizinisch nachweisen. Je nach Situation kann es sogar den ganzen Tag anhalten. Gut zu sein, das fühlt sich nachweislich auch gut an. So betrachtet ist die Ellenbogenmentalität in der Arbeitswelt ausgesprochen kontraproduktiv. Und die Richtigkeit des Bibelworts aus der Apostelgeschichte „Geben ist seliger denn nehmen“ steht außer Frage.

Nach eigenem Maßstab gut sein

Die logische Konsequenz besteht darin, öfter mal nach eigenen Maßstäben Gutes zu tun. Es ist wichtig, dass das eigene Verhalten sich an den eigenen Werten orientiert. Die Selbstachtung steigt, wenn man das eigene Verhalten als wertvoll wahrnimmt. Und das passiert sofort, wenn wir anderen Freundlichkeiten erweisen, ihnen helfen und uns einfach rundum anständig verhalten. Sogar wenn das Gegenüber unsere Haltung nicht angemessen wertschätzt, fühlt es sich für uns gut an. Denn nichts ist befriedigender als die Gewissheit, das Richtige getan zu haben.

Ich selbst nutze das Prinzip mit großem Vergnügen und Erfolg in meinem Geschäft. „Besser sein als der Kunde erwartet“ – das ist meine persönliche Interpretation des Prinzips „geben ist seliger als nehmen“. Dem Kunden rundum Gutes zu tun ist nicht nur eine Strategie, die uns beide froh macht, sondern obendrein das perfekte Mittel zur Kundenbindung.

Jeden Tag Weihnachten

Deswegen kann ich jedem nur empfehlen, das obige Bibelzitat ernst zu nehmen und das Prinzip auch im  Arbeitsumfeld zu beherzigen. Wenn wir es schaffen, jeden Tag ein bisschen davon an unserem Arbeitsplatz umzusetzen, geht es allen Beteiligten besser. Das hat nichts mit Selbstaufopferung zu tun, sondern mit Intelligenz. Die ganze Sache lässt sich mit einem Satz des Schriftstellers George Bernanos sehr schön auf den Punkt bringen:

„Seine Freude in der Freude des anderen finden zu können, das ist das Geheimnis des Glücks.“

 

 

 

 

Glücksregeln für das Arbeitsleben

Das Glück ist der Beweggrund all unserer Handlungen. Auch die Arbeit soll letzten Endes dazu dienen, uns glücklich zu machen. Sonderbar nur, dass dennoch so viele Menschen an ihrem Arbeitsplatz unglücklich sind. Ich habe mich darauf spezialisiert, dieses tägliche Unglück zu bekämpfen. Dazu bediene ich mich der unterschiedlichsten Methoden. Eine der wichtigsten ist dabei die Aufklärung über die Natur des Glücks.

Kaum jemand kennt die Regeln, denen das Glück folgt

Wir alle haben natürlich dann und wann schon sehr glückliche Momente erlebt. Wir wissen also, wie sich Glück anfühlt. Aber trotzdem haben die wenigsten Menschen ein Bewusstsein dafür, wie Glück funktioniert. Das wäre aber sehr wichtig. Denn wer weiß, wie es funktioniert, kann es leichter herbeiführen. Und das wäre in der Tat eine segensreiche Fähigkeit: Jeden Tag aktiv glückliche Momente am Arbeitsplatz ermöglichen.

Was die Wissenschaft herausgefunden hat

Da unser Verständnis davon, wie man glücklich wird, eher vage und lückenhaft ist, sollten wir uns einfach mal die Forschungsergebnisse anschauen. Das lohnt sich, denn die Wissenschaft hat sich in den vergangenen Jahren intensiv mit Glücksgefühlen beschäftigt und kann einige nützliche Hinweise liefern. Es ist ihr gelungen, ein paar Gesetzmäßigkeiten zu identifizieren, denen das Glück folgt. Hier sind die fünf Glücksgesetze, die wir am Arbeitsplatz auf keinen Fall außer Acht lassen sollten.

1. Glück ist eine Eigenleistung

Das klingt wie eine Binsenwahrheit. Tatsächlich ist es aber gar nicht so leicht, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. Im Arbeitsalltag ist es üblich, sich zu beklagen. Sehr gerne über den Chef, aber natürlich auch über die Kollegen. Ebenso über die Entscheidungen der Geschäftsleitung oder über die Arbeit selbst, die wahlweise mal zu viel, mal überflüssig, mal zu schwierig, mal zu uninteressant etc. ist. Auch die Arbeitsumstände geben zuweilen ein gutes Jammermotiv ab. Tatsächlich existiert wohl auf der ganzen Welt kein einziger Job ohne Schattenseiten. Wir müssen lernen, damit klarzukommen, wenn wir den Hauch einer Chance auf Arbeitsfreude haben wollen. Das Glück hat die Qualität des Trotzdem. Und wir können nun entscheiden, ob wir ein Leben lang jammern und leiden wollen, oder endlich mal lernen, wie man unter suboptimalen Bedingungen glücklich sein kann. Und wer sich für Letzteres entscheidet, erbringt eine Leistung. Er muss an seinem Glück arbeiten, weil es sich eben nicht von allein einstellen wird, nicht einmal im Traumjob.

2. Glück ist episodisch

Gerade im Job geben wir uns gern mal einer Illusion hin: Wir denken nämlich, dass wir nur unseren Traumjob finden müssten, und dann wäre alles gut – jeden Tag und für immer. Aber auch der wunderbarste Traumjob wird Umstände mit sich bringen, die uns ganz und gar nicht gefallen. Und damit müssen wir uns eben arrangieren. Selbst wenn der Job perfekt wäre, wären wir nicht pausenlos glücklich. Ganz einfach deshalb nicht, weil der Mensch für das Dauerglück nicht geschaffen ist. Die Gründe dafür liegen in der Evolution. Und wir werden rein gar nichts daran ändern können. Folglich wird unsere Arbeitsfreude dann am größten sein, wenn es uns gelingt, jeden Tag so viele glückliche Episoden wie möglich in unsere Arbeit einzubauen.

3. Das kleine Glück zählt mehr als das große

Wir neigen dazu, auf das ganz große Glück zu warten, das spektakulär sein wird, das wie ein Paukenschlag unsere langweilige Existenz erschüttern und unser Dasein für immer glücklicher machen wird. Diese Vorstellung ist nichts weiter als Phantasie. Denn der Mensch ist, wie gesagt, nicht für das Dauerglück geschaffen. Deshalb zählen viele kleine Glücksmomente in der Summe weit mehr als wenige große. Es bleibt dabei: Der beste Weg zum Arbeitsglück besteht darin, an jedem Arbeitstag viele kleine Portionen Glück zu genießen.

4. Glück braucht Unglück

Das ist banal, aber wir vergessen es gern: Eine Sache ist stets durch ihr Gegenteil definiert. Wenn wir nicht immer wieder mal Ärger, Frustration, Langeweile, Angst etc. durchleben würden, wären wir nicht in der Lage, das Glück zu erkennen und zu genießen. Deshalb rate ich dazu, negative Erfahrungen mit Gelassenheit hinzunehmen statt sich allzu sehr aufzuregen oder gar daran zu verzweifeln.

6. Glück und Unglück stecken an

Je stärker eine Emotion, desto größer die Ansteckungsgefahr! Daher sollten wir uns nach Möglichkeit von negativen Menschen fernhalten und zugleich darauf achten, andere nicht unbedacht mit unserer eigenen schlechten Laune anzustecken. Denn alles, was wir aussenden, kommt garantiert zu uns zurück.

Und wenn Sie nun mehr darüber wissen wollen, wie das Glück am Arbeitsplatz gerade für SIE am besten funktioniert, dann lade ich Sie zu einem kostenlosen Info-Telefonat ein. Einfach auf den Kalender klicken und Termin vereinbaren.