Neujahrsvorsätze, die rocken statt floppen

Alle Jahre wieder beginnt man den Januar mit guten Vorhaben. Laut Studien werden 87% davon nie umgesetzt. Die Hälfte davon hat sich bereits bis zum Monatsende erledigt. Das bedeutet: Zur Zeit der Veröffentlichung dieses Beitrags sind bereits 15% aller Vorsätze vergessen.

Warum ist es so verflixt schwer, sich zu ändern?! Man hat doch wirklich vernünftige Gründe dafür! Aber genau diese Tatsache dürfte in vielen Fällen der Grund für das Scheitern sein…

Die logischen Ebenen

Der Autor und Trainer Robert Dilts hat sich im Rahmen seiner Arbeit sehr um die Weiterentwicklung des neurolinguistischen Programmierens verdient gemacht. Von ihm stammt das Modell der logischen Ebenen.

Das Prinzip ist sehr einfach: Wenn wir uns verändern wollen, dann können wir sehr unterschiedliche Ansatzpunkte dafür wählen. Diese hat er in seinem Modell zusammengefasst und hierarchisch gegliedert.

1. Veränderungen im Umfeld

Nehmen wir einmal an, Sie wollten beruflich erfolgreich werden, aber bislang ist ihre Situation noch unbefriedigend. Dann können Sie Ihrem Erfolg möglicherweise auf die Sprünge helfen, indem Sie etwas in Ihrem Umfeld verändern. Vielleicht bietet Ihnen beispielsweise die Organisation, in der Sie aktuell arbeiten, zu wenige Aufstiegschancen. Dann könnte die Lösung darin bestehen,. dass Sie woanders einen Job annehmen, wo die Aufstiegsmöglichkeiten besser sind. Indem Sie das Umfeld verändern, kommen Sie Ihrem Ziel näher.

2. Veränderung des Verhaltens

Sie können Ihrem Ziel in vielen Fällen auch durchaus näher kommen, wenn Sie Ihr Verhalten ändern. Vielleicht haben Sie den beruflichen Aufstieg deswegen noch nicht geschafft, weil Sie sich am Arbeitsplatz wie die sprichwörtliche graue Maus verhalten. In diesem Fall müssten Sie nur anders auftreten, um endlich erfolgreich zu sein. Sie könnten z.B. dafür sorgen, dass Sie besser wahrgenommen werden, indem Sie bei Meetings aktiver sind und sich für anspruchsvolle Aufgaben zur Verfügung stellen.

3. Erweiterung der Skills

Es wäre auch denkbar, dass der berufliche Erfolg auf sich warten lässt, weil Sie noch nicht ausreichend qualifiziert sind. In diesem Fall würde eine Weiterbildung das Problem lösen. Sie eignen sich die Qualifikation an, die Ihnen noch fehlt und der Beförderung steht nichts mehr im Weg.

Veränderungen in diesen drei Bereichen – Umfeld, Verhalten und Skills – sind üblicherweise Gegenstand der gängigen Ratgeber. Tue dies und ändere jenes und du erreichst dein Ziel – so lautet die Botschaft. Und diese Botschaft ist keinesfalls grundsätzlich falsch. Aber meist sind Veränderungsvorhaben auf diesen drei Ebenen trotzdem nicht sonderlich erfolgreich. Sie greifen ganz einfach zu kurz. Um die gewünschten Veränderungen zuverlässig herbeiführen zu können, muss man auch die darüber befindlichen Aspekte der Pyramide berücksichtigen:

4. Glaubenssätze

Unsere Glaubenssätze betreffen all unsere tiefsitzenden Überzeugungen. Wer bin ich? Wie funktioniert die Welt? ist der Mensch gut oder schlecht? usw. Und wir scheitern deswegen so oft mit unseren Vorhaben, weil unsere Glaubenssätze mit unseren Zielen nicht übereinstimmen. Sie können beispielsweise perfekte Bedingungen für einen beruflichen Aufstieg mitbringen und in Ihrem Umfeld vorfinden – wenn Sie heimlich davon überzeugt sind, Sie hätten keinen Erfolg verdient, wird er sich auch nicht einstellen. Egal, was Sie versuchen und wie sehr Sie sich eine Karriere wünschen. Sie werden sich immer wieder selbst ausbremsen.

5. Werte

Auch Ihre persönlichen Werte sind mächtige Faktoren im Bemühen, Ziele zu erreichen. Vielleicht arbeiten Sie in einer Firma, deren Geschäftsgebaren Ihren Werten widerspricht. Sie hätten dort tolle Aufstiegsmöglichkeiten und Sie bringen alle nötigen Qualifikationen mit – aber etwas in Ihnen bremst Sie. Denn Ihr Unterbewusstes will nicht, dass Sie in solch einer Organisation eine tragende Rolle spielen. Sie kommen deshalb mit Ihrer Karriere einfach nicht voran.

6. Vision

Möglicherweise scheitern Sie aber mit Ihren Karriereplänen auch noch aus einem ganz anderen Grund: Weil Sie sich schlichtweg auf dem falschen Dampfer befinden. Vielleicht sind Ihre Karrierepläne gar nicht wirklich IHRE Pläne. Sie haben Sie gedankenlos übernommen, weil möglicherweise Ihre Umgebung eine Karriere von Ihnen erwartet. Oder weil Sie sich nie die Mühe gemacht haben, mal herauszufinden, was SIE wirklich wollen. Sie folgen einfach einem vorgefertigten Lebensentwurf, den der Zeitgeist gerade vorgibt. Wer aber fremde Lebenspläne umsetzen will, wird sehr wahrscheinlich scheitern. Es wäre also gut, Sie würden sich erst einmal  mit Ihrer eigenen Vision eines guten Lebens auseinandersetzen, bevor Sie weitere Pläne machen.

Scheitern als logische Konsequenz

Glaubenssätze, Werte und Visionen gehen weit über das „Wie“ der unteren drei Ebenen hinaus, indem sie die Frage nach dem „Warum“ stellen. Sobald das Warum geklärt ist, steckt hinter dem betreffenden Vorhaben eine ganz andere Power. Pläne, die wir aus tiefster Seele fassen, haben eine sehr viel höhere Erfolgschance. Und die Fragen der unteren Ebene, die Fragen nach dem Wie, beantworten sich dabei meist wie von selbst, sobald das Warum feststeht. Alles fällt an seinen Platz, wenn wir erst ein Vorhaben mit dem ganzen Herzen fassen.

Ich wünsche Ihnen, dass Ihnen dies im neuen Jahr gelingen wird. Und sollten Sie in irgendeiner Form Unterstützung benötigen, dann vereinbaren Sie hier einen unverbindlichen und kostenlosen Gesprächstermin mit mir.

Ich wünsche Ihnen ein erfolgreiches neues Jahr, in dem Sie alle Ihre wichtigen Vorhaben umsetzen können!

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