Wie reden Sie?


Vor kurzem war ich Gast bei einer Veranstaltung, auf der sich vor allem Menschen aus dem Bereich Human Resources tummelten. Das war für mich sehr spannend, denn als Expertin für Arbeitsfreude bin ich immer neugierig zu hören, um welche Themen es aktuell in den Personalabteilungen der unterschiedlichsten Organisationen geht. Und ich muss gestehen, ich wurde überrascht:

Eines der wichtigsten Themen überhaupt ist nach wie vor die Kommunikation! Hier hapert es besonders oft. Ich war deswegen überrascht, weil inzwischen fast überall Führungskräfte und Mitarbeiter auf Seminare geschickt werden, wo sie genau das lernen sollen: effektiv zu kommunizieren. Trotzdem stellt Kommunikation offenbar nach wie vor eines der größten Probleme dar.

Die 5 Elemente erfolgreicher Kommunikation

Eigentlich ist es gar nicht so schwer: So umfangreich manche Kommunikationstrainings auch sein mögen – fast alle lassen sich auf wenige tragende Elemente herunterbrechen. Erfolgreiche Kommunikation ist nicht kompliziert und alles dafür Nötige lässt sich mit dem „gesunden Menschenverstand“ leicht herleiten. Die Regeln sind nachvollziehbar, weshalb auch die meisten von uns vieles schon intuitiv richtig machen.

Folgende Elemente machen Ihre Kommunikation erfolgreich:

1. Respekt

Was immer sich zwischen zwei oder mehr Menschen abspielt, sollte von Respekt getragen sein. Denn andernfalls kann die Kommunikation nicht für alle Beteiligten befriedigend verlaufen. Man steckt vielleicht ein schlechtes Verhandlungsergebnis noch einigermaßen gut weg, niemals aber eine Kränkung.

Das Wort „Respekt“ leitet sich vom lateinischen „respicere“ ab und bedeutet „zurücksehen“. Respekt hat also mit Rücksicht zu tun. Und worauf nimmt man Rücksicht? Auf die Bedürfnisse und die Verletzlichkeit des Gegenübers. Dabei geht es keineswegs um ritualisierte Höflichkeit! Dieser Respekt erkennt vielmehr die menschliche Würde des anderen an. Die ritualisierte Höflichkeit erleichtert den Umgang miteinander, aber Respekt geht weit darüber hinaus.

2. Small Talk

Viele Menschen halten recht wenig von Small Talk. Sie sind überzeugt, das kleine Gespräch sei reine Zeitverschwendung. Sie ziehen es vor, gleich zum Punkt zu kommen. Das empfiehlt sich jedoch nicht in jeder Situation. Manchmal muss man erst einmal ein bisschen warm miteinander werden, bevor es dann zur Sache geht. Small Talk ist die Kunst, blitzschnell Sympathie und Vertrauen zu erwerben. Sie bilden eine tragfähige Grundlage für jede Zusammenarbeit. Und darum ist es eben keine Zeitverschwendung, erst einmal ein paar Minuten locker zu plaudern. Es ist vielmehr eine lohnende Investition in die gemeinsame Produktivität.

3. Zuhören

Henry Ford war überzeugt: „Das Geheimnis des Erfolgs ist, den Standpunkt des anderen zu verstehen.“ Die meisten Menschen sind schlechte Zuhörer. Denn sie beschäftigen sich vor allem damit, dem Gegenüber ihre eigenen Gedanken und Überzeugungen nahezubringen. Dann entsteht schnell das, was der Verhaltensbiologe Bernhard Hassenstein als „Monolog zu zweit“ bezeichnet hat. Man redet völlig aneinander vorbei, weil niemand in der Lage ist, auf sein Gegenüber einzugehen. Das ist für alle Beteiligten höchst unbefriedigend.

„Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.“ Das alte Sprichwort hat seine Berechtigung. Alles beginnt damit, dass einer redet und der andere zuhört. Dann wird getauscht. Es gibt keinen anderen Weg, zu einer Verständigung zu kommen. So mancher Konflikt würde sich erledigen, wenn die Menschen einander besser zuhören würden. Denn dann könnte man in vielen Fällen feststellen, dass die Gemeinsamkeiten und Übereinstimmungen weit zahlreicher sind als gedacht.

4. Selbstöffnung

Um eine vertrauensvolle und tragfähige Beziehung zu schaffen, muss man bereit sein, dem anderen etwas von sich zu zeigen. Wer eine allzu glatte Fassade präsentiert oder sich gar verstellt und eine Rolle spielt, macht ein Miteinander damit unmöglich. Menschen brauchen Menschen, keine Schablonen. Es ist also erforderlich, dass Sie sich dem anderen öffnen. Nun geht es natürlich nicht darum, dass Sie Ihre intimsten Geheimnisse verraten oder andere an Ihren tiefsten Krisen teilhaben lassen. Selbstöffnung muss selbstverständlich selektiv stattfinden und wird von Situation zu Situation variieren. Im Freundeskreis öffnet man sich eben anders als im Team. Aber ohne Selbstöffnung geht es nirgends.

5. Fragen

Fragen sind ein mächtiges, vielseitiges und überaus nützliches Kommunikationsinstrument. Sie können eine Frage stellen, um Ihr Gegenüber zum Sprechen zu ermutigen, Sie können mit Fragen aber auch jemanden aufs Glatteis führen und entlarven. Mit Fragen lässt sich der Informationsbedarf decken oder ein Gespräch interessant machen usw. Wer kluge Fragen stellen kann, ist auf jeden Fall im Vorteil.

Es gibt zahlreiche verschiedene Arten, eine Frage zu stellen und wer sie alle beherrscht, beherrscht auch den Gesprächsverlauf. „Wer fragt, führt“, heißt es. Denn mit jeder Frage geben Sie Ihrem Gegenüber eine Aufgabe: nämlich die Beantwortung Ihrer Frage. So gewinnen sie ganz schnell die Regie und können das betreffende Gespräch steuern.

Mein Angebot

Wenn Sie ein herausforderndes und womöglich heikles Gespräch vor sich haben, können Sie mit mir rechnen. Ich begleite Menschen seit 25 Jahren bei ihren Gesprächsvorbereitungen und mache sie fit für schwierige Gesprächssituationen.

Sie können hier ein kostenloses Orientierungsgespräch buchen, in dem wir klären, was Sie konkret brauchen, damit das Gespräch ein Erfolg für Sie wird. Klicken Sie dazu einfach nur auf den Kalender und suchen Sie sich einen Termin aus:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere