Durchhänger? Kein Problem!

Es ist neun Uhr am Vormittag und ich hänge schlaff in den Seilen. Keine Kraft, keine Lust, dafür aber Dauerregen und ein leichter Schnupfen. Was jetzt?

Für derartige Situationen kenne ich eine ganze Reihe hilfreicher Strategien:

  • Zuerst mal anerkennen, dass es ist, wie es ist. Bäume ausreißen ist nichts für jeden Tag. Durchhänger gehören zum Alltag. Zudem ist es normal, dass sich Sommer anders als Winter anfühlt. Wenn es den ganzen Tag nicht richtig hell wird, dann werden wir eben manchmal auch gar nicht erst richtig munter.
  • Wichtig zu wissen: Ich kann nicht verhindern, dass es mal zu Durchhängern kommt, ich kann aber beeinflussen, wie schlimm es wird.
  • Dann eine Entscheidung treffen: Ich werde mich nicht gehenlassen, sondern intelligent mit dem Durchhänger umgehen.
  • Als nächstes zu einer liebevollen Einstellung finden: Ich werde mich heute nicht überfordern, werde mich nicht peitschen, sondern geduldig mit mir sein.
  • Ich suche mir auf jeden Fall etwas zu tun. Aktivität kann sogar Depressionen vertreiben. Passives Herumhängen hingegen macht die Situation schlimmer.
  • Wenn ich eine ungeliebte Tätigkeit ausführe, schadet das meiner Laune nicht – sie ist ja ohnehin nicht gut. Wenn dann aber die Sache am Ende erledigt ist, stellt sich ein Triumphgefühl ein. Ich bin stolz auf mich und fühle mich tüchtig – das Gegenteil vom Durchhänger! Also suche ich mir wenn möglich eine Beschäftigung, die ich grundsätzlich nicht besonders mag.
  • Manchmal hilft es auch, einen starken Kaffee zu trinken – das kann Wunder bewirken. Ich bin danach manchmal sogar leicht euphorisiert.
  • Sehr wirkungsvoll gegen Durchhänger ist auch, sich mit anderen Menschen zu beschäftigen. Es lenkt von der eigenen Befindlichkeit ab.
  • Wichtig  bei jedem Durchhänger: die Kontrolle der Gedanken! Man darf sich selbst nicht so ernst nehmen. Bloß nicht grübeln! Das wäre unproduktiv und würde die miese Stimmung verstärken.
  • Licht und Bewegung tun grundsätzlich gut. Ein Spaziergang mit den Hunden ist da genau das Richtige.

Vermutlich muss jeder ausprobieren, was ihm gegen einen kleinen Winterblues am besten hilft. Bei mir ist das immer irgendeine Form von Aktivität. Sie bringt mich wieder in Schwung und ich vergesse, dass ich heute ja eigentlich nicht gut drauf bin…

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