Niemals mit dem Rücken zur Wand!

Hilflosigkeit war in der vergangenen Woche wieder mehrfach ein Thema in meinen Beratungen. Da gibt es beispielsweise Menschen, die nehmen lieber Schäden an Körper und Seele in Kauf, als ihrem Chef zu sagen, dass das Arbeitspensum nicht zu schaffen ist und die Ziele viel zu hoch gesteckt sind. Sie stehen mit dem Rücken zur Wand und sind überzeugt, sie müssten im Job allen Anforderungen gerecht werden, weil sonst … Ja, was eigentlich? Weil sie sonst den Job verlieren, für inkompetent gehalten werden, nie wieder einen Job finden, sozial absteigen und sterben?

Nicht nur, dass die fantasierten Katastrophenszenarien mitunter absurd sind – es stimmt auch nicht, dass wir in all diesen Situationen keine Wahl hätten, in denen wir uns als machtlos erleben. Die Spielräume sind meiner Erfahrung nach in aller Regel wesentlich größer als manch einer auf den ersten Blick meint. Darum habe ich mir angewöhnt, immer inne zu halten, wenn es kritisch wird und mir die lange Liste meiner Möglichkeiten bewusst zu machen. Das ist eine Frage von Fantasie, Mut, Zuversicht, aber auch Entschlossenheit. Ich bin einfach fest entschlossen, mich nicht gegen die Wand manövrieren zu lassen!

Sobald uns mehr als eine Handlungsmöglichkeit zur Verfügung steht, sind wir in der Lage, etwas zu entscheiden. In diesem Moment sind wir souverän, weil wir selbst bestimmen, was als nächstes geschieht. Das ist das Ziel in jeder Situation: Immer ein wenig über den Dingen zu stehen und niemals mit dem Rücken zur Wand.

Ein Gedanke zu „Niemals mit dem Rücken zur Wand!

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