Geplatzte Träume

Vergangene Woche musste ich erleben, wie einer meiner Träume geplatzt ist. Es gibt etwas, das ich wirklich, wirklich haben will, aber nicht bekommen kann. Es liegt schlichtweg nicht in meiner Macht.

Nun könnte man natürlich sagen, dass es sehr unklug ist, wenn man etwas anstrebt, über das man keine Macht besitzt. Stimmt! Aber bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt. Ich denke mal, wir alle erhoffen uns das eine oder andere, ohne dass wir Einfluss auf die Erfüllung dieser Träume nehmen können. Außerdem sind wir kaum je vollkommen unabhängig und frei. Wir unterliegen fast immer auf die eine oder andere Weise Bedingungen, die wir nicht beliebig steuern können.

Für mich lautet deshalb die entscheidende Frage nicht „Wie beschränke ich meine Sehnsüchte, indem ich sie nur auf realistische Ziele richte?“. Es geht vielmehr um die Frage „Wie gehe ich mit Frustration und Enttäuschung um?“. Mir wurde letzte Woche Verschiedenes deutlich:

  1. Abschied von einem Lebenstraum bedeutet Trauer. Ich muss sie zulassen und ihr Raum geben.
  2. Das, womit sich der Geist beschäftigt, das wächst. Es liegt an mir, wie viel Raum ich den schmerzlichen Gefühlen gebe. Ich kann den Schaden begrenzen.
  3. Man wird garantiert unglücklich, wenn man sein Glück an bestimmte Bedingungen knüpft.
  4. Es hilft und macht Sinn, wenn man sich auf die Dinge konzentriert, auf die man Einfluss hat.

Es geht mir inzwischen schon besser. Ich arbeite an Projekten, die ich wenigstens teilweise steuern kann.

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