Strategisch statt impulsiv!

Seit einiger Zeit schon habe ich es mit einem inkompetenten Kooperationspartner zu tun, der mir mit unprofessionellem Verhalten Schwierigkeiten bereitet. Ich bin leider in gewissem Umfang auf ihn angewiesen und er kann mir mit seinem Verhalten durchaus geschäftlichen Schaden zufügen. Was also tun?

Das Problem ist auch anderen aufgefallen und ich erhielt dazu folgende Ratschläge:

  1. „Sag ihm mal ordentlich die Meinung!“ – Keine gute Idee, denn damit würde ich nur einen Konflikt schaffen, aber weder seine Kompetenz noch seine Kooperationsbereitschaft fördern.
  2. „Beschwer dich doch bei seinem Chef!“ – Auch keine gute Idee, denn das Ergebnis wäre wahrscheinlich dasselbe: zur Inkompetenz käme dann noch seine Wut auf mich.

Ich käme in dieser Sache also nicht weit, wenn ich meinem Ärger impulsiv Luft machen würde. Im Grunde ist es auch nicht erforderlich, überhaupt einen der Beteiligten meinen Ärger spüren zu lassen. Es genügt vollkommen, dass ich selbst klar erkenne, was los ist. Und dann gut nachdenke: Was kann ich tun, um mir selbst zu helfen? Es  geht sicher nicht darum, meinen  ungeliebten Kooperationspartner zu bestrafen.

Inzwischen habe ich die Sache im Griff: Durch freundliche und sehr konkrete Bitten steuere ich das Verhalten meines inkompetenten Gegenübers. Ich ermutige, bin geduldig, hartnäckig und zeige mich dankbar, wenn es dann schließlich funktioniert. Klar ist das manchmal anstrengend – aber es ist das Beste, was mir dazu einfällt. Die Geschichte erinnert mich an einen Spruch von Theodor Storm:

Man muss das Leben aus dem Holz schnitzen, das man zur Verfügung hat.

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