Wow!

Ich staune zu wenig. Das ist schlecht, sogar gefährlich. Denn wer nicht staunen kann, glaubt, er wüsste. Und es ist immer diese vermeintliche Gewissheit, die einen letzten Endes stolpern lässt. Wer alles für selbstverständlich hält und sich nicht wundern kann, kann auch nicht in Frage stellen. Wer nicht zweifelt, kann die Dinge nicht mit neuen Augen betrachten. Wer aber seine Sichtweise nicht verändert, wird ewig in denselben alten Problemen festhängen. Ihm fällt nichts Neues ein. Er sieht Chancen und Lösungen nicht, die meist auch in den verzwicktesten Situationen möglich wären. Wenn man denn einen Blick dafür hätte.
Der menschliche Geist ist träge und er liebt Gewissheiten, weil die so unverschämt bequem sind. Kurzfristig. Langfristig fahren wir aber weit besser damit, wenn wir unseren Geist beweglich halten, dieselben Dinge immer wieder aus wechselnden Perspektiven betrachten können. Der erste Schritt dazu wäre die Fähigkeit zu staunen. Die lässt sich trainieren.

003Neulich habe ich gestaunt. Es war nur eine Kleinigkeit, aber sie erschien mir bedeutsam genug, um sie mit der Kamera festzuhalten. In diesem Jahr gab es Unmengen von Pilzen. Ich habe ihre Vielfalt und Schönheit bestaunt.

Und für heute nehme ich mir vor: Mindestens drei Dinge finden, über die ich staunen kann.

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