Traum und Wirklichkeit

Hin und wieder kaufe ich gern ein neues Deko-Objekt für mein Institut, ganz besonders, wenn es einen inhaltlichen Bezug zu meiner Arbeit hat. Als ich kürzlich mit meinen Töchtern unterwegs war, entdeckten wir in einem Laden Schriftzüge aus Metall. Man konnte unter verschiedenen Wörtern wählen. Sie waren alle ca. 15 cm hoch, 40 cm lang und hatten entweder eine rostige oder verzinkte Oberfläche. Mir gefiel das Wort „Träume“ und eine meiner Töchter griff sofort zur Variante mit der rostigen Oberfläche. Das Objekt wirkte sehr verträumt und überaus romantisch. Aber für mich war es nicht stimmig. Ich bevorzugte intuitiv die wesentlich nüchterner wirkende Variante aus Zink. Erst auf dem Heimweg wurde mir klar, warum: In meiner Arbeit wie auch in meiner Lebensweise verbinde ich beides, das Träumerische und die kühle Rationalität. Ich habe mir wohl eine nüchterne Betrachtungsweise von Träumen angewöhnt. Ich träume gern und ermutige auch meine Kunden dazu, aber sobald der Traum klar vor Augen steht, werden die Ärmel hochgekrempelt. Dann mache ich mich daran, aus den Träumen operable Ziele zu entwickeln. Ich handle gemäß der Formel

Erfüllung = Träume + Know-how

Wir brauchen unsere Träume, aber nicht, um von der manchmal unbefriedigenden Wirklichkeit abzulenken, sondern um unsere Wirklichkeit zu gestalten. Träume geben uns Orientierung. Traum und Realität treten in Wechselwirkung. So wird Erfüllung möglich.

Ein Gedanke zu „Traum und Wirklichkeit

  1. Inge Hahn

    Eben habe ich nach dem wieder sehr schönen „Verwöhnnachmittag“ den Blog aufgerufen um diesen kennenzulernen und las den Artikel über die „Deko-Träume“ und da kam mir gleich die Erinnerung. Ich hatte dieses Dekoteil gesehen, kurz entziffert, den Eindruck von Transparenz und Leichtigkeit von „Träume“ wahrgenommen – aber wieder meinen Blick auf das Farbenspiel der Blätter durch das Fenster zum Garten hin gerichtet. Dieses Bild war wunderschön, so bewegt und lebendig und schließlich verschwunden (weil es dunkel wurde) – jetzt habe ich die Lettern wieder vor Augen und durch den Text ist mir das Stück ins Gedächtnis gerufen und erst bewußt geworden. Nochmals herzlichen Dank für die vielen Gedanken und Anregungen, um Glück sich bewußter zu machen.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere