Kooperation statt Konflikt

Am Wochenende gab es mehrere Veranstaltungen bei mir im Institut und es wurden alle verfügbaren Parkplätze dringend gebraucht. Um so ärgerlicher war ich, als ich bei meiner Ankunft mehrere Falschparker vorfand, die meine Kundenparkplätze belegten. Eine Fahrerin hatte ihren Wagen sogar so ungeschickt abgestellt, dass gleich zwei Parkplätze besetzt waren. Sie wurde kurz darauf von einem meiner Kunden eingeparkt. Er nahm an, es handle sich um das Fahrzeug eines anderen Veranstaltungsteilnehmers und sie würden später zeitgleich wegfahren. Da bis zum Beginn der Veranstaltung noch reichlich Zeit war, ging er für ein paar Besorgungen in die Stadt .

Als nun die Falschparkerin zu ihrem Wagen zurückkehrte, konnte sie nicht wegfahren. Sie wartete ein Weilchen und betrat dann mein Institut, um sich nach dem Fahrer des Wagens zu erkundigen, der sie eingeparkt hatte. Ich erklärte ihr, er werde voraussichtlich in den nächsten zwanzig Minuten wiederkommen und lud sie ein, so lange bei mir zu warten. Sie nahm die Einladung an und erkundige sich, welche Veranstaltung denn stattfinden würde – das Ende der Geschichte war, dass sie den ganzen Nachmittag blieb, die Veranstaltung genoss und ich eine sympathische neue Kundin gewonnen hatte.

Die Sache hätte auch ganz anders ausgehen können, wir hatten schließlich beide Grund zum Ärger: ich, weil sie widerrechtlich auf meinem Grundstück geparkt hatte und sie, weil sie eingeparkt worden war und festsaß. Hätten wir uns aggressiv verhalten, wäre es nie zu dieser für beide Seiten angenehmen Kooperation gekommen.

Fazit: Wer seine Gefühle im Griff hat, gewinnt!

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