Sozialer Stress im Job

Kein Job kann das perfekte Arbeitsglück liefern. „Wo immer Menschen etwas miteinander zu schaffen haben, da machen sie einander zu schaffen“, beobachtete der Kommunikationsexperte Friedemann Schulz von Thun. Das ist wohl wahr. Und es gibt inzwischen unzählige Studien, die den sozialen Stress am Arbeitsplatz gut dokumentieren. Schon im Jahr 2004 hat beispielsweise eine Untersuchung der Unternehmensberatung „Pro Change“ ergeben, dass der durchschnittliche Mitarbeiter in Deutschland vier Stunden jede Woche damit beschäftigt ist, sich über seine Vorgesetzten zu beklagen.

Viele reagieren auf den sozialen Stress mit Kampf, Flucht oder Anpassung. Inwieweit sind diese Reaktionen sinnvoll?

Kämpfen

kann eine sehr sinnvolle Reaktion sein, wenn er Aussicht auf Erfolg hat. In vielen Situationen lohnt es sich, dass man sich für seine Bedürfnisse und Wünsche, für seine Überzeugungen und Ziele aktiv einsetzt und sich nicht fremdbestimmen oder gar einschüchtern lässt. Wir sollten grundsätzlich alle die Fähigkeit und Bereitschaft besitzen, uns anderen mutig entgegen zu stellen. Allerdings muss jeder Kampf mit Umsicht und Bedacht geführt werden. Es ist selten zielführend, wenn man impulsiv und unüberlegt agiert. Jeder Kampf, der erfolgreich enden soll, erfordert eine Strategie. Und die muss erst einmal entwickelt werden.

Die Flucht ergreifen

ist eine Alternative, über die viele Beschäftigte manchmal oder sogar regelmäßig nachdenken. Einfach kündigen und gehen. Das kann durchaus die beste Lösung sein. Es gibt Arbeitsverhältnisse, die unzumutbar sind und aus denen man sich unbedingt retten sollte. Aber Flucht ist keinesfalls als grundsätzliche Strategie geeignet. Wir können nicht jedes Mal flüchten, wenn die Dinge problematisch werden. Es ist wichtig, dass wir lernen, uns auseinanderzusetzen. Denn egal, wo wir arbeiten – es werden sich überall Herausforderungen ergeben.

Sehr gefährlich ist Fluchtverhalten, das auf rein psychischer Ebene stattfindet. Die Flucht in eine virtuelle Welt beispielsweise, in Alkohol und dergleichen entlastet zwar vorübergehend, schafft aber langfristig neue Probleme.

Sich anpassen und unterwerfen

wird ebenfalls von manchen Beschäftigten als Bewältigungsmechanismus genutzt. Sie erleben sich selbst als machtlos, sie fühlen sich abhängig und denken, dass sie die wenigsten Probleme zu erwarten haben, wenn sie alle Erwartungen erfüllen. Natürlich verlangt jeder Job ein gewisses Maß an Anpassung. Die muss aber ihre Grenzen haben. Wer sich allzu bereitwillig anpasst, läuft Gefahr, dass er

  1. jede Freude an der Arbeit verliert, weil er sich nicht mehr einbringt, sondern nur ausführt, was von ihm verlangt wird.
  2. in jeder nur erdenklichen Form ausgenutzt wird.

Die beste Strategie: langfristig denken und das eigene Glück verfolgen

Wie auch immer wir in einer belastenden Situation am Arbeitsplatz reagieren mögen: Das ausschlaggebende Kriterium für unsere Entscheidung muss das eigene langfristige Glück sein. Das hat nichts mit Egoismus zu tun. Denn wir nutzen der Welt am meisten, wenn es uns gut geht. Gute Stimmung macht gesünder, leistungsfähiger und sorgt für ein besseres Sozialverhalten.

Darum mein Rat: Was immer Sie auch angesichts einer unbefriedigenden Situation im Job tun mögen – achten Sie unbedingt darauf, dass es Ihnen langfristig gut damit geht.

Und wenn Sie jetzt noch keine klare Vorstellung davon haben, was dafür nötig ist, dann lassen Sie uns einmal gemeinsam darüber nachdenken. Einfach auf den Kalender klicken und einen Termin für ein kostenloses Orientierungsgespräch vereinbaren.

Ärger im Job

Nein, ein Arbeitsplatz ist keine Glasglocke und auch kein Elfenbeinturm. Am Arbeitsplatz tobt das Leben. Kein Gefühl, das dort nicht ausgelebt würde, mitunter impulsiv und häufig auch ohne jede Rücksicht oder Scham. Da sind oft starke Gefühle im Spiel. Anstand und Würde bleiben häufig auf der Strecke, denn es geht nicht selten um Konkurrenz und Existenz. Da will natürlich niemand Verlierer sein. Dazu gesellt sich dann noch die ganz normale menschliche Unzulänglichkeit, die auf mangelnde Reife und ungenügende Lernerfahrung zurückzuführen ist. Heraus kommt dann häufig ein atemberaubender Mix inakzeptabler Verhaltensweisen.

Mit anderen Worten: Anlass zum Ärger gibt es genug.

Es entstehen also fast täglich zahlreiche Anlässe für Frustration und Wut. Wer wüsste keine Beispiele dafür zu nennen?!

Umgang mit Ärger 

Die Frage ist nicht, OB man sich am Arbeitsplatz ärgert, sondern WAS man mit seinem Ärger anstellt. Da gibt es grundsätzlich verschiedene Möglichkeiten:

  1. Man tut so, als wär nichts, ignoriert den Ärger und versucht sich zu beruhigen, indem man sich sagt, dass das Leben nun mal kein Wunschkonzert sei und man nicht allzu viel erwarten dürfe. Und überhaupt finde das richtige Leben ja sowieso erst nach Feierabend statt.
  2. Man sitzt es aus und wartet ab, dass sich alles von alleine wieder einrenkt. So wie Charlie Brown von den Peanuts, der erklärt: Wenn er ein Problem habe, würde er erst einmal gar nichts tun. Auf die Frage, ob er sich damit Zeit zum Nachdenken verschaffen wolle, verneint er und meint, er warte ab, damit das Problem genug Zeit zum Verschwinden hätte.
  3. Man sucht den Fehler bei sich selbst und macht sich Vorwürfe, sich die Dinge aber auch immer viel zu sehr zu Herzen zu nehmen.
  4. Man gibt anderen die Schuld, ist ungeheuer wütend auf bestimmte Personen und betrachtet sich als Opfer. Man tut sich leid und wünscht den Schuldigen die Pest an den Hals.
  5. Man analysiert die Situation bis ins Kleinste und versteht letzten Endes genau, was passiert ist und warum. Man kann das eigene Elend hervorragend erklären. Und belässt es dabei.

All diese Alternativen sind nicht sonderlich befriedigend. Sie haben zudem noch etwas anderes gemeinsam: Sie führen zu Passivität. Und damit zementieren sie das Problem.

Ärger als Signal 

Es gibt nur eine wirklich kluge Alternative zu den beschriebenen Reaktionen: Den eigenen Ärger als Signal verstehen. Wenn wir uns ärgern, dann bedeutet das, irgendetwas läuft nicht unseren Vorstellungen und Bedürfnissen entsprechend. Das Nächstliegende wäre dann wohl, die Sache in Ordnung zu bringen – statt zu lamentieren, sich leid zu tun, die Sache auszusitzen oder nach Schuldigen zu suchen.

Ärger ist eine starke Handlungsaufforderung! Eine Aufforderung, Verantwortung für das eigene Glück zu übernehmen. Das kann auf der mentalen Ebene oder auf der Handlungsebene passieren. Das heißt, wir können unsere Wahrnehmung, unsere Erwartungen etc. verändern, oder wir verhalten uns anders als zuvor. Je nachdem, was gerade am besten passt.

Ich erinnere mich an einen Kunden, der sehr unter seiner fordernden und ewig gestressten Chefin zu leiden hatte. Für ihn bestand die Lösung in der Veränderung seiner Wahrnehmung. Er hat sich nicht länger als Opfer dieser Chefin gefühlt, sondern als jemand, der bereitwillig seine ungeliebte Chefin als Preis für seinen Traumjob akzeptiert. Er liebte seine Arbeit und betrachtete sich als privilegiert, weil er zu den wenigen Menschen gehört, die ihre Arbeit wirklich mögen. Plötzlich erschienen die Probleme mit der Chefin viel weniger bedeutsam.

Es ist gleich, auf welcher Ebene wir etwas ändern – Hauptsache, wir sind uns der Bedeutung unseres Ärgers bewusst und nehmen die Herausforderung an, die darin liegt! Letzten Endes geht es immer darum, ein möglichst glückliches und erfülltes Leben zu führen. Sich dem eigenen Ärger gedankenlos hinzugeben – das wäre wahrhaftig kontraproduktiv.

Sollte Ihr Job Ihnen in irgendeiner Form Ärger bereiten und Sie haben noch keine klare Vorstellung, wie Sie die Sache angehen wollen, dann können Sie hier einen kostenfreien und unverbindlichen Termin für ein Beratungsgespräch mit mir vereinbaren. Einfach auf den Kalender klicken und Termin aussuchen!

 

 

Selbstschutz im Job

Wie kommt es, dass so viele Menschen unglücklich in ihrem Job sind? Das ist eine hoch interessante Frage, wie ich finde. Es dürften dabei etliche Faktoren im Spiel sein und einen davon möchte ich hier etwas genauer unter die Lupe nehmen: nämlich den fehlenden Selbstschutz.

Funktionalisierung als Normalfall

Wenn man es genau betrachtet, ist es erstaunlich: Viele Menschen arbeiten sich in den Burnout. So etwas passiert nicht von einem Tag auf den anderen. Es handelt sich vielmehr um einen langen Prozess. Und im Laufe dieses Prozesses können die Betroffenen fast täglich spüren: „Es geht mir nicht gut. Es wird mir alles zu viel.“ Und trotzdem machen sie weiter. Sie ändern nichts.

Andere wiederum arbeiten in einer menschenverachtenden und giftigen Atmosphäre. Aber auch sie tun nichts dagegen. Sie beißen die Zähne zusammen und stehen es durch. Sie lassen sich weiterhin wie Produktionsmittel behandeln. Sie leiden. Sie entwickeln womöglich körperliche Symptome. Sie spüren jeden Tag ihren inneren Widerwillen gegen diesen Arbeitsplatz, an dem man sie nicht achtet und keinerlei Rücksicht auf ihre Gefühle und ihre Bedürfnisse nimmt. Und trotzdem machen sie weiter. Sie ändern nichts. Sie meinen, sie seien in den Umständen gefangen.

Und nicht zu vergessen diejenigen, die keinen Sinn in ihrem Tun sehen. Sie arbeiten nur, um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können und stellen sich Tag für Tag Herausforderungen, die keine Bedeutung für sie haben. Manche gehen sogar so weit, ihre eigenen Werte zu verraten. Alles nur, weil man es von ihnen erwartet und sie keine Alternative sehen. Sie machen weiter und ändern nichts.

Es gibt noch andere Beispiele. Betrachtet man solche Situationen aus der Distanz, möchte man den Kopf schütteln und fragt sich, wie sich jemand so dumm und verantwortungslos verhalten kann. Aber wenn man selbst in der Mühle drinsteckt, erscheint einem das Ganze nur allzu oft völlig normal.

Achtsam sein

Wie kommt man aus dieser Situation heraus? Der erste Schritt kann nur darin bestehen, wach und aufmerksam zu sein für das, was passiert. Wir müssen genug innere Distanz zu unserer Arbeitssituation schaffen, um erkennen zu können, was los ist. Und was es bei uns selbst auslöst. Das geht aber nicht, wenn wir bereitwillig alles hinnehmen und für selbstverständlich halten. Es muss ein kritischer und fragender Blick sein, mit dem wir uns selbst und die Dinge um uns herum beobachten. Wir brauchen ein feines Gespür dafür, was gut und richtig ist – und was eben nicht. Wir brauchen die innere Stimme, die uns sagt: „Pass auf, hier stimmt etwas nicht!“

Ohne diese innere Stimme wären wir unserer Umgebung schutzlos ausgeliefert. Es fragt sich natürlich, woher diese innere Stimme überhaupt kommen soll.

Zum einen ist sie das Ergebnis der Selbstbeobachtung. Das heißt, wir müssen in uns hineinhorchen, um zu merken, wie es uns mit einer bestimmten Situation geht. Wenn wir beispielsweise rücksichtslos funktionalisiert werden, dann sollten wir in der Lage sein, bewusst wahrzunehmen, wie uns dieser Umstand innerlich aushöhlt. Wir brauchen also einen guten Kontakt zu uns selbst und müssen in der Lage sein, unsere Gefühle wahrzunehmen.

Zum anderen dürfen wir in den meisten Fällen auf unsere Intuition vertrauen. Intuition beruht auf Lebenserfahrung. Wenn sich beispielsweise etwas falsch anfühlt, dann können wir in den meisten Fällen ziemlich sicher davon ausgehen, dass es falsch ist. Man kann der Intuition zwar nicht blind vertrauen, weil sie auf Erfahrungen in der Vergangenheit beruht – aber sie ist auf jeden Fall ein sehr nützlicher Alarmmelder und sollte immer ein Anlass sein, sich die betreffende Situation etwas genauer anzuschauen.

Mut zum Handeln

Wenn uns eine Situation offensichtlich nicht guttut und womöglich sogar seelischen Schaden anrichtet, dann besteht Handlungsbedarf. Aktiver Selbstschutz wäre jetzt vonnöten. Aber warum handeln viele Betroffene nicht? Warum harren sie weiter aus, obwohl sie deutlich spüren, dass es ihnen nicht gut geht?

Selbstschutz braucht zwei Dinge:

Zum einen ist Mut erforderlich. Ich habe jedoch immer wieder erlebt, dass Mitarbeiter sich beispielsweise davor fürchten, ein offenes Wort an ihren Vorgesetzten zu richten. Und auch die Vorgesetzten fürchten sich nicht selten davor, solch ein Gespräch führen zu müssen. Deshalb werden heikle Themen oft gar nicht erst zur Sprache gebracht. Sehr viele Betroffene befürchten zudem negative Konsequenzen, wenn sie nicht reibungslos funktionieren. Also schweigt man und macht weiterhin Business as usual.

Zum anderen mangelt es vielen Betroffenen auch an Einfallsreichtum. Sie erkennen zwar, dass sich etwas für sie ändern müsste, damit es ihnen wieder besser geht, aber sie wissen nicht, was sie tun können. Vielleicht durchschauen sie die betreffende Situation zu wenig oder es fehlt ihnen an kommunikativen Fertigkeiten. Zur Unzufriedenheit gesellt sich Hilflosigkeit.

Selbstschutz als Selbstverpflichtung

Möglicherweise mangelt es manchen auch deshalb an Mut und Einfallsreichtum, weil sie Selbstschutz nicht als Aufgabe für sich definiert haben. Sie sind sich der Notwendigkeit nicht bewusst. Und bis vor wenigen Jahrzehnten war die Arbeitswelt ja auch noch eine völlig andere.

Mittlerweile hat sich für viele Beschäftigte die Situation aber sehr verändert. Wir dürfen uns nichts vormachen: Selbstschutz ist ein wichtiges Thema im Arbeitsalltag. Wir müssen gut auf uns aufpassen, damit wir keinen Schaden nehmen. Es geht dabei nicht nur um die körperlichen Auswirkungen einer oft menschenfeindlichen Arbeitswelt. Vielmehr hinterlassen etliche belastende Faktoren ihre Spuren auf der Seele, auch wenn sie nicht körperlich krank machen. So kann u.a. Resignation als Folge ständiger Frustration zu einer Lebenshaltung werden, die sich auch im Privatleben niederschlägt. Ein anderes Beispiel ist die Tatsache, dass viele Mitarbeiter nur Kritik kennen, aber kaum Anerkennung und erst recht keine Ermutigung erfahren. Im Laufe der Jahre leiden das Selbstwertgefühl und das Selbstvertrauen darunter.  Das sind sehr schwerwiegende Folgen einer menschenverachtenden Arbeitswelt, auch wenn sie nicht spektakulär sind.

Und niemand wird uns vor solchen Folgen schützen, wenn wir es nicht selbst tun. Es ist mir sehr wichtig, dass sich möglichst viele Beschäftigte dessen bewusst sind.

Ich gebe zu, Selbstschutz ist in manchen Fällen eine echte Herausforderung. Wenn Sie nicht recht wissen, wie Sie sich am besten schützen, dann können Sie sich einen  kostenlosen Termin für ein Orientierungsgespräch bei mir holen. Klicken Sie dazu einfach auf den Kalender, suchen Sie sich einen Termin aus und ich rufe Sie zum gewünschten Zeitpunkt an.

Sicher ist: Wir sind in der Regel mit unseren Problemen am Arbeitsplatz alleingelassen. Selbstschutz ist etwas, worum sich jeder selbst kümmern muss. Es hat keinen Sinn, auf Rettung zu warten. Da wird niemand kommen.

 

 

 

Work-Love-Balance

Wer mich kennt, weiß, wie wenig ich von Work-Life-Balance halte. Der Begriff ist unsinnig und richtet Schaden an. Denn er suggeriert, unsere Existenz sei zweigeteilt: Auf der einen Seite gibt es die Arbeit, auf der anderen Seite gibt es das Leben. Und nun muss man angeblich versuchen, diese beiden Bereiche auszubalancieren, weil sie ja offenbar nicht vereinbar sind. Das ist ausgemachter Blödsinn, denn viele von uns bekommen es ganz gut hin, auch am Arbeitsplatz lebendig zu sein. Anderen, das gebe ich zu, gelingt das weniger gut. Sie verhalten sich eher wie Marionetten oder Produktionsmittel. Vielleicht braucht man unter solchen Umständen tatsächlich so etwas wie eine Work-Life-Balance. Wobei ich doch sehr bezweifeln möchte, dass es tatsächlich möglich ist, einen ganzen Arbeitstag lang leblos zu bleiben –  und dann plötzlich zum Arbeitsende schlagartig zum Leben zu erwachen. Um schließlich einen wunderbar erfüllten Feierabend zu erleben.

Lieben und arbeiten

Es wird berichtet, Sigmund Freud sei einmal gefragt worden, wozu denn eigentlich die ganze Psychoanalyse letzten Endes gut sein soll. Was müsse ein Mensch denn können, nachdem er den psychoanalytischen Therapieprozess erfolgreich durchlaufen habe? Und angeblich soll Freud daraufhin kurz und knapp geantwortet haben: Lieben und arbeiten. Die Antwort gefällt mir, auch wenn sie nicht als eindeutig gesichert gilt.

Lieben und arbeiten – das sind die Dinge, die unser Leben erfüllt machen. Deshalb plädiere ich unbedingt für die Work-Love-Balance. Sieh immer zu, dass du von beidem genug in deinem Leben hast! Würden die Menschen das beherzigen, gäbe es nicht solch eine herzlose Arbeitswelt. Und dann würden die Beschäftigten sich nicht in ihrer Freizeit zu entschädigen versuchen für all das Elend, das sie am Arbeitsplatz durchleben. Mit einer Work-Love-Balance gäbe es mehr Hingabe an die Arbeit und einen liebevolleren Umgang miteinander am Arbeitsplatz. Und man würde nicht abends völlig erledigt vor dem Fernsehapparat oder der Spielekonsole hocken, sondern hätte mehr Energie, sich mit den Menschen zu beschäftigen, die man liebt.

Wenn Liebe irritiert

Als ich einmal in einem Fachartikel über Arbeitsfreude geschrieben habe, hat eine Juristin diesen Artikel mit den knappen Worten kommentiert: „Freude und Arbeit – finde den Fehler!“ Das ist schon beinahe zynisch und zeigt, wie schlimm es um viele von uns bereits steht. Was für ein Leben ist das, bei dem man jede Woche lang 5 ganze Tage funktioniert, während man auf das Wochenende wartet, um der Tretmühle für zwei Tage zu entkommen?!

Wie anders würden wir leben, wenn liebevolle Gefühle und Arbeit keine Gegensätze wären? Wenn wir mit Hingabe arbeiten würden und liebevoll mit den Menschen umgehen würden, die uns am Arbeitsplatz begegnen? Was für eine Welt wäre das, in der beispielsweise jeder Callcenter-Mitarbeiter ein tiefes Interesse daran hätte, den Kunden wirklich zu helfen und ihnen Mehrwert zu bieten?

Geben statt nehmen

In dem Film „Marvins Töchter“ gibt es eine Szene, in der die todkranke Protagonistin ihre Dankbarkeit ausdrückt für all die Liebe, die es in ihrem Leben gegeben hat. Da sie ein sehr aufopferungsvolles Leben geführt hat, kinderlos geblieben ist und im Grunde nur sehr wenig von den Dinge genießen konnte, die man allgemein als wichtig erachtet, löst ihre Äußerung Irritation aus. Deshalb präzisiert sie ihre Aussage und erklärt, sie sei dankbar für all die Liebe, die sie hatte geben dürfen.

Ich liebe diese Szene, weil sie eine tiefe Wahrheit berührt, derer wir uns in der Arbeitswelt kaum bewusst sind: Glücklich werden wir vor allem durch das, was wir TUN, durch das, was wir GEBEN. Natürlich möchten wir auch etwas dafür bekommen, aber Untersuchungen zeigen immer wieder, dass man selbst in einem öden und schlecht bezahlten Job glücklich sein kann, wenn das Arbeitsklima stimmt. Wenn die Beziehungen die Menschen nähren können. Und das kommt fast überall zu kurz: lieben, was man tut, und nährende Beziehungen pflegen, in denen all das einen Platz findet, was unsere besten Seiten ausmacht.

Glücksregeln für das Arbeitsleben

Das Glück ist der Beweggrund all unserer Handlungen. Auch die Arbeit soll letzten Endes dazu dienen, uns glücklich zu machen. Sonderbar nur, dass dennoch so viele Menschen an ihrem Arbeitsplatz unglücklich sind. Ich habe mich darauf spezialisiert, dieses tägliche Unglück zu bekämpfen. Dazu bediene ich mich der unterschiedlichsten Methoden. Eine der wichtigsten ist dabei die Aufklärung über die Natur des Glücks.

Kaum jemand kennt die Regeln, denen das Glück folgt

Wir alle haben natürlich dann und wann schon sehr glückliche Momente erlebt. Wir wissen also, wie sich Glück anfühlt. Aber trotzdem haben die wenigsten Menschen ein Bewusstsein dafür, wie Glück funktioniert. Das wäre aber sehr wichtig. Denn wer weiß, wie es funktioniert, kann es leichter herbeiführen. Und das wäre in der Tat eine segensreiche Fähigkeit: Jeden Tag aktiv glückliche Momente am Arbeitsplatz ermöglichen.

Was die Wissenschaft herausgefunden hat

Da unser Verständnis davon, wie man glücklich wird, eher vage und lückenhaft ist, sollten wir uns einfach mal die Forschungsergebnisse anschauen. Das lohnt sich, denn die Wissenschaft hat sich in den vergangenen Jahren intensiv mit Glücksgefühlen beschäftigt und kann einige nützliche Hinweise liefern. Es ist ihr gelungen, ein paar Gesetzmäßigkeiten zu identifizieren, denen das Glück folgt. Hier sind die fünf Glücksgesetze, die wir am Arbeitsplatz auf keinen Fall außer Acht lassen sollten.

1. Glück ist eine Eigenleistung

Das klingt wie eine Binsenwahrheit. Tatsächlich ist es aber gar nicht so leicht, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. Im Arbeitsalltag ist es üblich, sich zu beklagen. Sehr gerne über den Chef, aber natürlich auch über die Kollegen. Ebenso über die Entscheidungen der Geschäftsleitung oder über die Arbeit selbst, die wahlweise mal zu viel, mal überflüssig, mal zu schwierig, mal zu uninteressant etc. ist. Auch die Arbeitsumstände geben zuweilen ein gutes Jammermotiv ab. Tatsächlich existiert wohl auf der ganzen Welt kein einziger Job ohne Schattenseiten. Wir müssen lernen, damit klarzukommen, wenn wir den Hauch einer Chance auf Arbeitsfreude haben wollen. Das Glück hat die Qualität des Trotzdem. Und wir können nun entscheiden, ob wir ein Leben lang jammern und leiden wollen, oder endlich mal lernen, wie man unter suboptimalen Bedingungen glücklich sein kann. Und wer sich für Letzteres entscheidet, erbringt eine Leistung. Er muss an seinem Glück arbeiten, weil es sich eben nicht von allein einstellen wird, nicht einmal im Traumjob.

2. Glück ist episodisch

Gerade im Job geben wir uns gern mal einer Illusion hin: Wir denken nämlich, dass wir nur unseren Traumjob finden müssten, und dann wäre alles gut – jeden Tag und für immer. Aber auch der wunderbarste Traumjob wird Umstände mit sich bringen, die uns ganz und gar nicht gefallen. Und damit müssen wir uns eben arrangieren. Selbst wenn der Job perfekt wäre, wären wir nicht pausenlos glücklich. Ganz einfach deshalb nicht, weil der Mensch für das Dauerglück nicht geschaffen ist. Die Gründe dafür liegen in der Evolution. Und wir werden rein gar nichts daran ändern können. Folglich wird unsere Arbeitsfreude dann am größten sein, wenn es uns gelingt, jeden Tag so viele glückliche Episoden wie möglich in unsere Arbeit einzubauen.

3. Das kleine Glück zählt mehr als das große

Wir neigen dazu, auf das ganz große Glück zu warten, das spektakulär sein wird, das wie ein Paukenschlag unsere langweilige Existenz erschüttern und unser Dasein für immer glücklicher machen wird. Diese Vorstellung ist nichts weiter als Phantasie. Denn der Mensch ist, wie gesagt, nicht für das Dauerglück geschaffen. Deshalb zählen viele kleine Glücksmomente in der Summe weit mehr als wenige große. Es bleibt dabei: Der beste Weg zum Arbeitsglück besteht darin, an jedem Arbeitstag viele kleine Portionen Glück zu genießen.

4. Glück braucht Unglück

Das ist banal, aber wir vergessen es gern: Eine Sache ist stets durch ihr Gegenteil definiert. Wenn wir nicht immer wieder mal Ärger, Frustration, Langeweile, Angst etc. durchleben würden, wären wir nicht in der Lage, das Glück zu erkennen und zu genießen. Deshalb rate ich dazu, negative Erfahrungen mit Gelassenheit hinzunehmen statt sich allzu sehr aufzuregen oder gar daran zu verzweifeln.

6. Glück und Unglück stecken an

Je stärker eine Emotion, desto größer die Ansteckungsgefahr! Daher sollten wir uns nach Möglichkeit von negativen Menschen fernhalten und zugleich darauf achten, andere nicht unbedacht mit unserer eigenen schlechten Laune anzustecken. Denn alles, was wir aussenden, kommt garantiert zu uns zurück.

Und wenn Sie nun mehr darüber wissen wollen, wie das Glück am Arbeitsplatz gerade für SIE am besten funktioniert, dann lade ich Sie zu einem kostenlosen Info-Telefonat ein. Einfach auf den Kalender klicken und Termin vereinbaren.

Souverän in 1 Minute

Noch vor wenigen Jahrzehnten war das Leben irgendwie entspannter. Ich merke das u.a. daran, wie schwer es ist, ein paar Freunde um meinen Tisch zu versammeln. Man findet nur mit größter Mühe einen gemeinsamen Termin für ein Treffen. Wenn ich jemanden zu einem Treffen einladen will, höre ich häufig: „Gute Idee, da komm ich doch gerne. Ich kann allerdings erst wieder ab Mitte nächsten Monat, weil ich vorher noch … muss.“ Das genau ist das entscheidende Wort: MUSS

Wir sind Getriebene

Es ist unfassbar, was wir inzwischen alles müssen. Da musste z.B. diese Kundin von mir an einem Samstag Nachmittag ins Büro fahren, weil ihr Chef eine Akte nicht finden konnte. Sie musste alles stehen und liegen lassen, um ihrem Chef behilflich zu sein. Kein Witz. Oder da muss ein Mitarbeiter den ganzen Nachmittag in einem stinklangweiligen Meeting herumsitzen, wo sich diverse Leute produzieren und anderen die Zeit stehlen. Während der Mitarbeiter seine Zeit dort sinnlos absitzt, bleibt seine Arbeit liegen. Die muss er dann anschließend noch erledigen und kann nicht pünktlich nach Hause gehen.

Wer ist heute noch auch nur ansatzweise Herr über seine Zeit? Wer einen Beruf ausübt, fühlt sich beinahe schon gewohnheitsmäßig wie ein Getriebener. Kein Mensch mit Verstand würde sich solch einen Zustand wünschen. Warum befinden wir uns dann ständig darin?

Angst als Handlungsmotiv

Ich fürchte, die schlichte Antwort lautet: „Weil wir solche Angst haben.“ Wir haben Angst, den Chef zu verärgern, Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, Angst, uns unbeliebt zu machen und unangenehm aufzufallen, Angst, zu kurz zu kommen. Und um diese Angst auszuschalten, sind wir bereit, teuer zu bezahlen. Wir bezahlen mit unserer Freiheit und Selbstbestimmtheit. Wir bezahlen mit unserem Glück. Wir sind wie  Kinder, die ganz brav sein wollen, damit Knecht Ruprecht sie nicht in den Sack steckt.

Ich habe als Studentin u.a. in einer großen stinkenden Fabrikhalle gearbeitet, um mein Studium finanzieren zu können. Und schon damals hatten die Menschen Angst. In dieser Halle wurden Elektroteile galvanisiert. Eine überaus anstrengende und monotone Arbeit. Jeden Donnerstag ging der Abteilungsleiter mit seinem Klemmbrett herum und hat jeden gefragt, ob er denn „freiwillig“ auch am Wochenende arbeiten wolle. Die Maschinen durften nicht stillstehen, ist ja klar. Und niemand hat sich getraut, ein klares NEIN zu erwidern. Die Frauen dort waren teilweise noch jung, sie hatten Familie, kümmerten sich um Kinder. Und sahen sich gezwungen, am Wochenende Überstunden zu machen. Natürlich gab das mehr Geld. Aber um welchen Preis?!

Aus Angst vor negativen Konsequenzen am Arbeitsplatz verzichtet manch einer auf etwas, was ihm wichtig wäre: Zeit für sich, Zeit mit der Familie und den Freunden. Ein bisschen persönliche Freiheit, ein paar private Gestaltungsräume. Man passt sich an, erledigt Arbeiten, deren Sinn man zuweilen nicht mal erkennen kann (keine einzige der Frauen konnte mir erklären, was das für Elektroteile waren, die sie da täglich galvanisierten!). Man ackert mitunter wie ein Galeerensklave – alles nur, um die Angst zu beschwichtigen. Und für all das Elend entschädigt man sich dann gerne, indem man sich in der Freizeit berieseln lässt. Man „schaltet ab“. Oder man gönnt sich was Schönes, man konsumiert. Was für ein Leben ist das, in dem Konsum und Ablenkung zu den Höhepunkten des Daseins werden!

Mehr Souveränität, bitte!

Was kann uns retten? Nur der Mut, von der eigenen Freiheit Gebrauch zu machen. Denn sie ist immer noch da, diese Freiheit, eigenständige Entscheidungen zu treffen. Man kann tatsächlich dem Chef freundlich erklären, dass man sich an einem Samstag Nachmittag nicht auf Aktensuche begeben wird. Man ist auch nicht gezwungen, einer furchtbar öden Besprechung aufmerksam bis zum Ende zu folgen, denn man hätte ja auch die Möglichkeit, sich einzubringen und ein bisschen Regie zu übernehmen, z.B. indem man ein paar interessante und herausfordernde Fragen in die Runde wirft.

Souveränität ist eine Entscheidung! Sie lässt sich in weniger als 1 Minute treffen!

Solche Menschen, die das tun, die sich das trauen, sind für mich moderne Helden. Denn sie lassen sich nicht klein machen und funktionalisieren. Sie machen von ihrer Freiheit und Menschenwürde  Gebrauch.  Das Wort „Souveränität“ stammt aus dem Lateinischen: „Superanus“ bedeutet „darüber befindlich, überlegen“. „Drüber stehen“ würde man heute salopp sagen. Und genau das bringt die Freiheit zurück. Wer souverän handelt, bedient sich seiner Wahlfreiheit. Er lässt sich nicht mit dem Rücken an die Wand drücken, sondern er entscheidet selbstständig, was für ihn richtig ist und passt – und was eben nicht. Wer gerade nichts Besseres zu tun hat, kann sich durchaus dazu entscheiden, ins Büro zu fahren und dem Chef beim Suchen zu helfen. Das könnte ja sogar ganz nett werden, denn vielleicht ergibt sich ein schönes und vertrauensvolles Gespräch. Wer aber aus blanker Angst bei der Suche hilft, ist nicht souverän, sondern Sklave seiner Angst.

Eine simple Formel

Ich habe eine ganz schlichte Formel für souveränes Handeln. Sie lautet:

Souveränität = Wahlfreiheit

Was immer wir tun, in welcher Situation wir auch stecken mögen – solange wir mehr als eine Alternative für uns erkennen können, sind wir in der Lage, souverän zu handeln. Denn wer die Wahl hat, hat die Macht. Er ist kein Sklave, er entscheidet zwischen diversen Handlungsalternativen. Als Entscheider steht er über den Dingen. Deswegen habe ich es mir zur Regel gemacht, in jeder Situation möglichst rasch möglichst viele Optionen für mich zu identifizieren. Dadurch habe ich nie das Gefühl, ausgeliefert zu sein. Ich bin kein hilfloses Opfer, keine Ausgelieferte. Ich kann zumindest in einem gewissen Rahmen frei und selbstbestimmt agieren.

Natürlich erfordert es Mut, die eigenen Spielräume auch tatsächlich zu nutzen. Aber mutig zu sein, ist nicht unbedingt schwer, wenn man sich den Preis des Gehorsams vor Augen führt.

Und wenn Sie –  wie so viele von uns – gern mehr Freiheit hätten, aber nicht recht wissen, wie Sie sie finden und nutzen, dann lade ich Sie herzlich ein, sich zu einem kostenlosen Gespräch mit mir anzumelden. Spielräume zu entdecken, gehört zu meiner persönlichen Leidenschaft. Ich freue mich, wenn ich Ihnen dabei behilflich sein kann. Sie brauchen dafür nur auf diesen Kalender zu klicken und sich einen Gesprächstermin auszusuchen:

 

Selbstmotivierung ist Selbstvergewaltigung

Ich gebe es offen zu: Ich habe Angst vorm Zahnarzt. Das liegt ganz einfach daran, dass ich ein lernender Organismus bin. Da ich bereits schlechte Erfahrungen in Zahnarztpraxen gemacht habe, warnt mich mein Gehirn davor, dort noch einmal hinzugehen. Denn natürlich sind wir alle darauf programmiert, Schmerz zu vermeiden. Angst gehört zu den Funktionen unseres Reptilien-Gehirns bzw. Stammhirns. Und wem würde nicht mulmig, wenn er so etwas hört:

 

Wir sind aber als hoch entwickelte Geschöpfe nicht gezwungen, diesem uralten Teil unseres Gehirns die Regie zu überlassen. Und deshalb besitze ich die Freiheit, zum Zahnarzt zu gehen, obwohl meine Angst mich zurückhalten will. Ich besitze Verstand und Willenskraft. Ich kann mich motivieren, etwas zu tun, das einTeil von mir partout nicht tun möchte. Deshalb habe ich gepflegte und gesunde Zähne. Und Sie hoffentlich auch…

Es geht nicht ohne Selbstmotivierung

Es ist also toll, dass wir uns motivieren und überwinden können. Denn viele notwendige Aktivitäten wären uns ohne diese Fähigkeit zur Selbstmotivierung und Selbstüberwindung gar nicht möglich. Wir sind in der Lage zu tun, was wir als sinnvoll und notwendig erachten – unabhängig davon, wie wir uns dabei fühlen. Und das ist großartig!

Welche Rolle spielt diese Fähigkeit nun für unser Arbeitsleben? Vermutlich eine gewaltige! Im Arbeitsalltag dürfte haufenweise Selbstmotivierung im Spiel sein. Das erkennt man schon an der Sprache. Wie oft sagen wir  Dinge wie „Ich muss jetzt…“, „Ich muss heute unbedingt noch…“ etc. Da hört man wenig „Ich möchte…“, „Ich will unbedingt…“. Wir sehen uns zu zahlreichen Aktivitäten gezwungen und überwinden uns dann dazu. Das ist gut und schlecht zugleich.

Es ist gut, weil wir dann effektiv sind und wichtige Dinge erledigen können. Wir leisten einen Beitrag zum Ganzen, wir beschäftigen unser Gehirn, strukturieren den Tag und verdienen unseren Lebensunterhalt. Wir machen das toll, wir können stolz auf uns sein.

 

Die Rache des Reptiliengehirns

Da gibt es allerdings ein kleines Problem: Wenn wir uns selbst motivieren und überwinden, dann halten wir damit unser Reptiliengehirn unter Kontrolle. Wir arbeiten gegen die Impulse, die von dort kommen. Wir unterdrücken Frust und Unlust, Überdruss, Widerwillen, Unbehagen, Angst – und all die anderen Signale, die uns vermitteln: Tu’s nicht, lass es bleiben! Geh nicht zum Chef rein! Ruf den blöden Kunden nicht an! Geh nicht zu dieser langweiligen Besprechung! Wirf die Unterlagen doch weg! Bleib einfach morgens im Bett liegen! Verlasse dein Büro, geh lieber spazieren! usw.

Es ist nicht ganz einfach, das Reptil in uns davon abzuhalten, die Kontrolle zu übernehmen. Und es gelingt auch nicht immer. Dann sind wir unseren Impulsen ausgeliefert und lassen uns gehen.

Die Unterdrückung von Impulsen kostet viel Energie. Auch wenn wir mit großer Überzeugung dahinterstehen – Disziplin ist anstrengend. Das Reptil zu zähmen, erfordert Entschlossenheit und Kraft.

Der Preis der Selbstmotivierung

Wenn wir einen Teil von uns nicht zum Zuge kommen lassen, bedeutet das, dass wir gegen uns selbst handeln. Denn sicher ist: Wir müssen uns nur zu den Handlungen motivieren, die Unlustgefühle auslösen; zu denen wir nicht mit ganzem Herzen „ja“ sagen können. Mit Selbstmotivierung ringen wir immer die innere Unlust nieder, wir unterdrücken damit den inneren Widerstand. So betrachtet ist jeder Akt der Selbstmotivierung ein Akt der Selbstvergewaltigung. 

Und solch ein Akt erfordert einen Preis:

  1. Wer sich bei der Arbeit viel motiviert, verwendet seine Energie darauf, die eigenen inneren Widerstände zu kontrollieren. Diese Energie steht dann nicht mehr für die Arbeitsleistung zur Verfügung. Mit anderen Worten: Selbstmotivierung schwächt das Leistungsvermögen. Wer sich viel motivieren muss, erbringt schlechtere Leistungen.
  2. Je mehr wir uns bei der Arbeit motivieren, desto erschöpfter sind wir am Abend. Die permanente Selbstüberwindung kann uns auslaugen. Das bedeutet, dass viele von uns abends keine Energie mehr übrig haben für ein ausgefülltes Privatleben. Sie haben dann z.B. nicht mehr genug Kraft, um mit ihren Kindern zu toben und Quality-Time mit ihnen zu verbringen. Oder sie schaffen es nicht mehr, zum Sport zu gehen. Ständige Selbstmotivierung kostet Lebensqualität.

Die Alternative

Ich behaupte nicht, dass ein Arbeitsleben ohne Selbstmotivierung und Selbstüberwindung möglich ist. Aber ich bin mir ganz sicher, dass sie keine Basis für ein ganzes Arbeitsleben bilden dürfen. Wir brauchen eine Alternative. Und diese Alternative ist die Freude.

Wenn wir uns freuen, wird Energie freigesetzt. Selbstmotivierung hingegen zieht uns Energie ab. Wer sich freut, ist gesünder, arbeitet besser und ist wegen seiner guten Laune auch ein sehr viel angenehmerer Sozialpartner. Es wird also weniger Konflikte am Arbeitsplatz geben. Freudvolles Arbeiten erhöht somit die  Leistungsfähigkeit und verbessert zugleich die Lebensqualität.

 

 

Die Perspektive entscheidet!

Nun haben wir natürlich gute Gründe dafür, dass wir uns beim Arbeiten so oft zur Selbstmotivierung veranlasst sehen. Das Reptiliengehirn sagt ja nicht von ungefähr „bloß weg hier!“ Für unser Empfinden und unser Handeln ist aber nicht allein die Botschaft unseres Stammhirns ausschlaggebend. Glücklicherweise haben wir auch einen Neokortex, der es uns ermöglicht, unsere Perspektive zu wählen. Wir sind nicht gezwungen, uns ständig mit den Botschaften des Reptiliengehirns zu beschäftigen, sondern können unsere Perspektive wählen.

Es gibt da eine ganz einfache Regel: Das, womit sich der Geist beschäftigt, das wächst. Es bekommt immer mehr Raum im Denken und Fühlen. Wenn wir uns also auf die Auslöser für unsere Frustration konzentrieren, wenn wir uns unseren Unlustgefühlen hingeben, dann können wir nur unglücklich werden. Wechseln wir hingegen die Perspektive und halten gezielt Ausschau nach guten Dingen, dann haben wir die Chance, den Arbeitsalltag als erfüllend zu erleben. Glück ist Kopfsache!

Meine Mission

Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, Menschen dabei zu unterstützen, ihre Freude in der Arbeit zu finden – obwohl sie sich genauso gut laufend darüber beklagen könnten. Und wenn Sie den Eindruck haben, dass Sie zu wenig Erfüllung in Ihrem Job finden und zu wenig Freude daran haben, dann lade ich Sie herzlich ein, sich einen Termin für ein kostenfreies Orientierungsgespräch bei mir zu holen. Hier sehen Sie einen Kalender. Wenn Sie darauf klicken, können Sie sich einen Termin für solch ein Gespräch reservieren. Es liegt an Ihnen, diese Chance wahrzunehmen. Sicher ist auf jeden Fall: Sie gehen kein Risiko damit ein und können nur gewinnen!

 

Mit Hingabe arbeiten

Menschen gehen sehr unterschiedlich an ihre Arbeit heran. Nur eine Minderheit erfährt täglich Freude an der Arbeit. Ich kenne Menschen, die ihre Arbeit zügig erledigen, um sich ihre Aufgaben so schnell wie möglich vom Hals zu schaffen. Andere machen viel Aufhebens um wenig Arbeit und ziehen die Erledigung ihrer Aufgaben unnötig in die Länge. Wieder andere drücken sich, wo sie nur können. Und dann gibt es natürlich noch diejenigen, die mit zusammengebissenen Zähnen ihre Pflicht tun. Letzten Endes hat jeder von uns so seine eigene Art, sich mit seinen Aufgaben auseinanderzusetzen.

Flow als Glücksquelle

Es gibt eine Möglichkeit, das Optimum aus dem beruflichen Tun herauszuholen, über die viel zu wenig gesprochen wird. Wir kennen diese Möglichkeit aber alle. Jeder von uns hat sie in Kindertagen ausgiebig genutzt. Ich spreche hier vom sogenannten Flow. Darunter versteht man das völlige Aufgehen im eigenen Tun, die Hingabe an eine Tätigkeit. Als Kinder haben wir das ganz selbstverständlich beherrscht. Wir konnten so intensiv spielen, dass wir alles um uns herum vergessen haben.

Flow ist ein wirklich bemerkenswerter Zustand, eine Art von Rausch. Dabei verbinden sich größtes Leistungsvermögen mit intensiver Glückserfahrung. Flow ist Hingabe und Selbstvergessenheit, höchste Konzentration und intensive Lebendigkeit. Wer so arbeitet, erlebt sein Tun an sich als wertvoll und lohnend. Die Tätigkeit wird nicht als Mittel zum Zweck empfunden. Es geht vielmehr um das reine und nicht zweckorientierte Tun – auch wenn uns natürlich allen klar ist, dass Arbeit auf einer geschäftlichen Vereinbarung beruht und entlohnt wird.

Acht Merkmale von Flow-Erleben

Dieser besondere Zustand, bei dem sich Glück und Leistung auf einzigartige Weise verbinden, ist inzwischen wissenschaftlich ganz gut untersucht. Hier hat sich vor allem der Glücksforscher Mihaly Csikszentmihalyi hervorgetan. Er konnte acht Komponenten identifizieren, die für Flow-Erlebnisse charakteristisch sind:

1. Klare Ziele

Es scheint unbedingt erforderlich zu sein, dass wir beim Arbeiten ein klares Bewusstsein für den nächsten Schritt haben müssen, wenn wir Flow erleben wollen. Es genügt nicht, dass das Endziel klar definiert ist. Denn nur die kleinen Teilziele ermöglichen uns vollkommene Präsenz. Haben wir hingegen das Fernziel im Blick, können wir nicht im Augenblick verhaftet sein. Aber die Freude am Tun ist immer eine Sache des Jetzt. Die Konzentration muss deshalb immer dem Ziel des Augenblicks gelten. Worum geht es in diesem Moment?

2. Unmittelbares Feedback

Damit der Handlungsfluss nicht unterbrochen wird, brauchen wir sofortige Rückmeldung über unser Tun. So ergibt sich jeder Arbeitsschritt aus dem vorhergehenden. Viele Tätigkeiten liefern unmittelbar das nötige Feedback. Dazu gehören beispielsweise Arbeiten mit einem Computerprogramm. Wenn wir dabei einen Fehler machen, funktioniert der Prozess nicht und das ist meist schnell ersichtlich. In solch einem Fall wird man sich sofort auf die Fehlersuche begeben und es noch einmal probieren. Das Tun ist im Fluss.

3. Passende Herausforderungen

Weder bei Unter- noch bei Überforderung kann Flow entstehen. Im ersten Fall wäre Langeweile die natürliche Folge, im zweiten Stress. Deswegen brauchen wir Herausforderungen, die zu den vorhandenen Ressourcen passen. Die Aufgabe muss anspruchsvoll sein und uns einiges abverlangen, aber wir müssen in der Lage sein, sie letztendlich zu bewältigen. So können wir das eigene Potenzial zur vollen Entfaltung bringen. Das erleben wir für gewöhnlich als äußerst befriedigend.

4. Intensive Konzentration

Flow kommt nur zustande, wenn wir uns auf eine Herausforderung voll und ganz einlassen. Erst, wenn wir uns vollständig vertiefen, uns nichts mehr ablenken kann, verschmelzen wir mit unserer Aufgabe. Das Bewusstsein ist völlig vom eigenen Tun bestimmt und es gibt daneben nichts anderes mehr.

5. Gegenwartsbezogenheit

Flow existiert nur im Augenblick. Die Vergangenheit spielt keine Rolle, ebenso wenig die Zukunft. Ob beispielsweise der Chef mit der Arbeitsleistung am Ende zufrieden sein wird, ist für den Augenblick des Tuns völlig irrelevant. Man taucht in eine andere Welt ab, in der nur noch diese eine Sache zählt, nämlich die vorliegende Aufgabe. Nichts anderes ist für den Augenblick von Bedeutung.

6. Subjektive Kontrolle

Flow entsteht nur, wenn wir das sichere Gefühl haben, der Herausforderung gewachsen zu sein. Wenn wir uns selbst als kompetent und stark wahrnehmen, wenn die Gedanken klar sind und das Handeln auf das Ziel ausgerichtet wird.

7. Verändertes Zeitgefühl

Da wir beim Flow nur unsere jeweilige Aufgabe wahrnehmen und alles andere um uns herum ausblenden, verändert sich meist auch das Zeitgefühl. Oft scheint die Zeit zu fliegen – und man wird dann beispielsweise vom Feierabend überrascht. Aber auch das Gegenteil ist möglich: Dann ziehen sich Minuten ins scheinbar Endlose. Das hängt von der jeweiligen Aktivität ab. Es ist aber auf jeden Fall ratsam, sich einen entsprechend großen Zeitrahmen zu sichern, bevor man mit der Aufgabe beginnt.

8. Aussetzen des Ich-Bewusstseins

Wer in seiner Aufgabe aufgeht, vergisst sich darüber schnell selbst. Dann existiert kein Bewusstsein mehr für die eigenen Wünsche, Sorgen, Pläne oder Verpflichtungen. Solange unsere Aufmerksamkeit ausschließlich der betreffenden Aufgabe gilt, sind wir von all dem befreit. Es ist ein unbeschwerter Zustand, der als sehr beglückend erlebt wird. Das Ich scheint vorübergehend ausgelöscht. Endet das Fließen, dann fühlt sich das mitunter an wie das Erwachen aus einem tiefen Schlaf und man fühlt sich entsprechend erfrischt und gestärkt. Untersuchungen haben sogar gezeigt, dass Menschen, die häufiger im Flow-Zustand arbeiten, ein höheres Selbstwertgefühl aufweisen.

Mehr Lebens- und Arbeitsqualität durch Flow

Flow-Erlebnisse verbessern ohne Frage nicht nur die Lebensqualität, sondern auch die Arbeitsleistung. Daran kann kein Zweifel bestehen. Dennoch gibt es im Arbeitsalltag der meisten von uns wenig Gelegenheit für derartige Erfahrungen. Es scheint vor allem wichtig zu sein, dass Beschäftigte alle Vorgaben erfüllen. Sie werden an ihre Arbeitsumgebung angepasst. Deswegen erleben viele von uns ihre Arbeit als notwendiges Übel und warten schon am Montag auf das kommende Wochenende. Das ist sehr bedauerlich. Denn letzten Endes besitzt die Arbeit das Potenzial, ein intensives Gefühl von Lebendigkeit und Glück hervorzurufen.

Wenn Sie mit Ihrer Arbeit unzufrieden sind und nicht recht wissen, wie Sie das ändern können, dann klicken Sie einfach auf den Hilfe-Button und machen einen Termin für ein kostenloses Gespräch mit mir. Lassen Sie uns miteinander reden und herausfinden, wie Sie mehr Freude bei der Arbeit haben können.

Arbeit und Glück

Es gibt tatsächlich Menschen, die völlig davon überzeugt sind, dass Arbeit und Glück ein Gegensatzpaar bilden. Wer glücklich sein will, darf nicht arbeiten, und wer arbeitet, kann nicht gleichzeitig glücklich sein. So meinen sie. Und ich gebe zu, dass es manchmal nicht ganz einfach ist, sein Glück in der Arbeit zu finden.

Glückshemmende Faktoren

Inzwischen erscheinen regelmäßig Studien, die klar belegen, was uns bei der Arbeit am meisten zu schaffen macht und warum wir uns so schwer damit tun, die Arbeit zu mögen. Sehr häufig sind es die Führungskräfte, die den Menschen die Freude an der Arbeit nehmen. Man wirft ihnen beispielsweise vor, dass sie keinen Blick für ihre Mitarbeiter haben, ihnen für ihre Leistungen zu wenig Anerkennung zollen. Deshalb schrieb Reinhard Sprenger in seinem Buch „Mythos Motivation“:

Nichts demotiviert so gründlich wie die soziale Inkompetenz des unmittelbar Vorgesetzten.

Aber das ist natürlich bei weitem nicht alles, was den Beschäftigten das Leben schwer macht. Sie vermissen nicht nur Wertschätzung, sondern auch viele andere Dinge: die Loyalität ihres Arbeitgebers, ein gutes Betriebsklima, den Sinn ihrer Arbeit usw. Die vielzitierte Gallup Engagement Studie zeigt deshalb regelmäßig auf, dass nur etwa 15% der Beschäftigten eine hohe emotionale Bindung an ihren Arbeitsplatz und Arbeitgeber haben.

Arbeitsfreude und Motivation – trotz allem

Es besteht überhaupt kein Zweifel daran, dass viele von uns jeden Grund haben, sich über ihre Arbeit zu beschweren. Aber was nutzt das? Wer sich beklagt und all das Unbefriedigende in den Vordergrund rückt, schadet sich selbst damit nur noch mehr. Schlimm genug, dass die Zustände zu wünschen übrig lassen. Wir sollten uns nicht noch zusätzlich damit quälen, dass wir uns auf all das Ungute fixieren, das uns bei der Arbeit begegnet.

Denn letzten Endes wollen wir alle das Gleiche: ein erfülltes und glückliches Leben. Konzentrieren wir uns auf unsere Unzufriedenheit, machen wir es nur noch schlimmer. Denn das, womit sich unser Geist beschäftigt, das wird wachsen. Es bekommt Immer mehr Raum in unserem Denken und Fühlen. Deswegen ist es so wichtig, dass wir uns nicht auf die Missstände konzentrieren, sondern auf unsere Möglichkeiten, trotz allem glücklich zu sein. Arbeitsfreude ist grundsätzlich möglich, aber sie ergibt sich nicht immer von allein. Wir müssen selbst dafür sorgen, dass die Arbeit wieder Freude macht.

Eine Entscheidung treffen

Es geht nicht darum, dass wir so tun, als sei alles in Ordnung. Meine Empfehlung lautet nicht, sich die Situation am Arbeitsplatz schön zu reden. Ich empfehle vielmehr, sich nicht einseitig auf all das Negative und Unbefriedigende zu konzentrieren. Zumal es nicht in unserer Macht liegt, jedes Ärgernis aus dem Weg zu räumen. Meine Empfehlung lautet vielmehr: Schärfe deinen Blick für das Gute, das da ist. Entscheide dich dafür, dein Glück in deine eigenen Hände zu nehmen und für glückliche Momente bei der Arbeit zu sorgen – obwohl du dich ebensogut über manches beklagen und darüber unglücklich sein könntest. Gib einfach den negativen Faktoren nicht gedankenlos so viel Macht über dich!

Wissen, wie’s geht

Um sich glücklich fühlen zu können, bedarf es nicht irgendwelcher glücklicher Umstände. Das Glück ist eine Eigenleistung. Aber um diese Leistung erbringen zu können, ist es wichtig, etwas über die Natur des Glücklichseins zu wissen. Mir scheinen hier vor allem zwei Dinge bedeutsam zu sein:

  1. Das Glück hat stets die Qualität des Trotzdem. Wir dürfen mit dem Glücklichsein nicht warten, bis irgendwann alle Dinge in Ordnung gekommen sind. Das wird vermutlich niemals passieren. Glück ist, wenn man sich trotzdem freut.
  2. Das Glück ist stets episodisch. Es gibt kein Dauerglück. Es liegt nicht in unserer Natur, pausenlos glücklich zu sein. Deswegen werden wir auch an einem befriedigenden und glücklichen Arbeitstag immer Momente haben, in denen wir uns nicht glücklich fühlen. Keiner von uns wird es schaffen, von Arbeitsbeginn bis Arbeitsende ununterbrochen in Hochstimmung zu sein.

Die Aufgabe

Deshalb lautet die Aufgabe für alle, die glücklich arbeiten wollen:

Sieh zu, dass du im Laufe jedes Arbeitstages so viele glückliche Episoden wie möglich schaffst!

Diese Aufgabe ist für jeden von uns lösbar. Wir können unzählige Möglichkeiten entdecken, für einen Augenblick glücklich zu sein – auch wenn es Faktoren bei der Arbeit gibt, die dem Glück entgegenstehen. Wir müssen nur anfangen, danach Ausschau zu halten. Wenn wir den Fokus verändern, wenn wir also nicht länger die negativen Faktoren ins Visier nehmen, sondern nach Glücksmomenten suchen, werden wir jeden Tag mit mehr Freude arbeiten können. Glück ist kein Hokuspokus, sondern eine Frage des Fokus!

 

Wenn Sie mit Ihrer Arbeit unzufrieden sind und nicht recht wissen, wie Sie das ändern können, dann klicken Sie einfach auf den Hilfe-Button und machen einen Termin für ein kostenloses Gespräch mit mir. Lassen Sie uns miteinander reden und herausfinden, wie Sie mehr Freude bei der Arbeit haben können.

Regie führen!

Es entspricht einer typischen Alltagserfahrung, dass manche Situationen starke negative Gefühle auslösen können. Das passiert im Arbeitsleben nicht seltener als anderswo. Wir fühlen uns dann tief gekränkt, empfinden unbändige Wut u.ä. Es liegt nicht in unserer Macht, das Entstehen derartiger Gefühle zu verhindern. Sie sind plötzlich da, nehmen überfallartig von uns Besitz. Sie können schmerzen, verwirren und bewirken mitunter, dass wir uns selbst kaum wiedererkennen. Es scheint so, als würde da etwas mit uns geschehen, auf das wir keinen Einfluss haben.

Und wir können auch tatsächlich nicht darüber entscheiden, welches Gefühl in welcher Situation in uns hochkommen soll. In dieser Hinsicht sind wir Ausgelieferte. Bestimmte Außenreize lösen geradezu reflexartig entsprechende Gefühle aus.

Wir sind deshalb aber keineswegs Opfer unserer Gefühlswelt. Denn obwohl wir nicht frei über unser Empfinden entscheiden können, so besitzen wir doch immerhin die Freiheit, über unser Handeln zu entscheiden. Gefühle lösen keineswegs reflexartig bestimmte Handlungen aus. Es liegt in unserer Entscheidungsgewalt, was wir tun und wie wir auf die betreffende Situation reagieren wollen. Das unterscheidet uns von allen anderen Lebewesen auf dieser Welt.

Denn wir sind unseren Impulsen nicht ausgeliefert. Es besteht keine zwangsläufige Verknüpfung zwischen dem Empfinden und unserem Tun. Wir alle kennen negative und schmerzliche Gefühle. Wir teilen die Erfahrung von Gekränktheit, Trauer, Wut, Empörung, Verzweiflung und dergleichen. Unsere Identität bildet sich im Umgang mit diesen Gefühlen. Was bewirken sie in uns? Welchen Einfluss haben sie auf das Handeln?

Hier zeigt sich der Charakter. Und für mich gilt in diesem Zusammenhang eine simple und universelle Regel: Handle stets so wie die Person, die du sein möchtest! Egal, was uns widerfährt: Es ist immer eine gute Idee, erst einmal innezuhalten, sich selbst und die Situation zu reflektieren und sich anschließend für eine Handlung bewusst zu entscheiden; eine Handlung, hinter der wir mit ganzer Person stehen können. Denn auf diese Wiese brauchen wir uns niemals hilflos und ausgeliefert zu fühlen. Wir sind Regisseure, keine Opfer. Zudem erhalten uns unsere Würde. Und das ist das Wichtigste überhaupt.