Nur das Ergebnis zählt!

Irgendwo habe ich einmal den Satz gelesen: „Mit dem, was man zu tun vorhat, kann man sich keinen Namen machen.“ Die Wahrheit dieses Satzes erlebe ich regelmäßig, wenn ich bei einer Veranstaltung als Autorin vorgestellt werde und mir dann anschließend jemand berichtet, er selbst habe auch vor, ein Buch zu schreiben. Ich fürchte, nicht mal 10% derjenigen, die mir von diesem Plan erzählen, setzen ihr Vorhaben in die Tat um.

Und ich gehe sogar noch einen Schritt weiter: Nicht nur, dass ein Vorhaben allein zu wenig ist; auch das daraus resultierende Handeln ist bedauerlicherweise häufig ungenügend. Das liegt keineswegs immer an mangelnden Fähigkeiten, sondern viel öfter noch am falschen Fokus. Nehmen wir als Beispiel die Arbeitswelt:

Dort wird man fast immer für seine Arbeit bezahlt, statt für die Ergebnisse, die man damit erzielt. Unternehmen stellen aber doch Mitarbeiter ein, damit diese dazu beitragen, die Einnahmen des Unternehmens zu sichern und zu steigern. Und diese Einnahmen müssen höher liegen als die Kosten, die der Mitarbeiter verursacht. Nur dann wird das Unternehmen im Wettbewerb bestehen können, nur dann ist es in der Lage, auch weiterhin Löhne zu bezahlen. Deshalb müsste jeder Mitarbeiter im Grunde dafür bezahlt werden, dass er seinen Beitrag zum Überleben und Wachstum des Unternehmens leistet. In der Praxis wird man jedoch überwiegend für Arbeit bezahlt statt für Ergebnisse. Deshalb gibt es immer noch Beschäftigte, die zumindest einen Teil ihrer Zeit auf sinnlose Aktivitäten verwenden. Man wird in erster Linie für Fleiß und Zeit bezahlt, aber weniger für Ergebnisse. Aktivitäten sollten jedoch nicht mit Leistung verwechselt werden.

Leider kommt diese Verwechslung ständig vor, und zwar bei Mitarbeitern genauso wie bei Führungskräften. Das liegt daran, dass sich kaum jemand mit dem Unternehmen und seinen Zielen identifiziert. Man denkt nur an die eigenen Interessen, statt Verantwortung für das Ganze zu übernehmen. Und solange das so bleibt, werden Unternehmen weit hinter dem zurückbleiben, was sie leisten und werden könnten.

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