Motiviert euch nicht leichtfertig!

Ich arbeite gerade hart an einem Vortrag, den ich nächste Woche vor mehreren hundert Menschen halten werde. Für mich bedeutet das eine große Verantwortung und ich habe Respekt vor der Zeit, die diese Menschen sich für meine Botschaft nehmen. Da ist neben all der Mühe auch Druck im Spiel, keine Frage.

Trotzdem genieße ich die Situation, freue mich auf den Auftritt und die Chance, für so viele Menschen 90 Minuten gewinnbringend zu gestalten. Und genau so sollte Arbeit sein: herausfordernd und erfüllt von Freude. Der Anteil der Arbeit, zu dem man sich motivieren muss, darf nicht überhand nehmen. Er muss so gering wie möglich gehalten werden.

Wenn wir uns motivieren, dann genießen wir nicht den Moment, sondern nehmen stattdessen für diesen Moment Unannehmlichkeiten in Kauf, um später dafür eine Belohnung zu erhalten. Der Blick ist bei der Selbstmotivierung immer in die Zukunft gerichtet. Aber was ist mit dem Augenblick?

Freude ist Lebensqualität für den Augenblick. Und der ist das Einzige, was uns wirklich gehört. Die Vergangenheit ist vorbei, die Zukunft ungewiss. Aber im Augenblick sind wir lebendig. Wenn wir zu viele solcher Augenblicke mit Selbstmotivierung versauen, sinkt die Lebensqualität. Deswegen sollten wir bewusster entscheiden, welche Dinge unsere Selbstmotivierung verdienen und welche nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.