Zum Teufel mit der Perfektion!

Derzeit habe ich mehrere herausfordernde Aufgaben zu bewältigen. Und ganz gleich, wie sehr ich mich anstrenge – ich bin nicht so gut, wie ich gerne wäre: nämlich perfekt. Ich fürchte, jede meiner Arbeiten würde einem strengen Kritiker Angriffspunkte liefern. Ich habe gelernt, mich deswegen unbehaglich zu fühlen und das ist ziemlich dumm.

Ganz bestimmt bin ich mit dieser Erfahrung nicht allein. Statt unser Tun zu genießen und darin aufzugehen, sind wir ständig damit beschäftigt, zu prüfen, ob wir genügen. Unmöglich, auf diese Weise ein intensives Gefühl der Lebendigkeit zu spüren. So erzeugt man lediglich Stress statt Schaffensfreude. Dabei könnte die Arbeit so viel Spaß machen, wenn wir uns erlauben würden, einfach darin einzutauchen und zu schauen, was passiert. Letzten Endes geht es nicht darum, etwas Perfektes zu schaffen, sondern darum, das Richtige zu tun, auch wenn es nicht perfekt gelingt. Werte sind viel wichtiger als Vollkommenheit! Und obendrein ist alles im Leben unbeständig, unvollkommen, unfertig und im Werden begriffen. Wenn wir uns das vor Augen führen, wird es leichter, sich zufrieden zu geben und die eigenen Grenzen zu akzeptieren. So gelingt es uns viel besser, die eigene Authentizität zu schätzen und den eigenen Beitrag zu würdigen – auch wenn beides nicht perfekt ist.

Und sollten wir einmal einen Bock schießen und uns einen Riesenfehler leisten – na, dann können wir uns damit trösten, dass wir zwar nicht perfekt sein mögen, aber auf diese Weise immerhin perfekt zum Rest der Menschheit passen.

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