„Das hab ich gut gemacht!“

Kürzlich habe ich abends noch eine – nicht allzu herausfordernde – Arbeit erledigt, die mir besonders gut gelungen ist. Danach hatte ich Mühe einzuschlafen, weil mich die Aufgabe belebt hatte und ich vom Ergebnis so begeistert war. Mir wurde einmal mehr klar, welch große Bedeutung auch kleine Erfolge für unser alltägliches Wohlbefinden besitzen. Wir müssen Gelegenheit haben, stolz auf uns zu sein und brauchen die Gewissheit, etwas ausrichten zu können.

Ich wundere mich immer wieder über diejenigen, die lustlos an ihre Arbeit gehen, die die Dinge nur halbherzig erledigen. Minderwertige Arbeit kann keine Befriedigung verschaffen. Sie gibt keinen Anlass zum Stolz, sie stellt keinen wirklichen Beitrag dar. Pfusch kann niemanden froh machen, weder den Pfuscher selbst noch denjenigen, der für die Arbeit bezahlen muss.

Viele glauben, sie hätten nur dann Anlass zum Stolz, wenn andere ihre Arbeit loben. Das ist aber natürlich Unsinn, denn andere haben meist genug mit sich selbst zu tun und achten nicht auf die Leistungen ihrer Mitmenschen. Außerdem ist die Meinung der anderen nicht bedeutsam. Wir dürfen uns nicht davon abhängig machen. Entscheidend ist vielmehr, was wir selbst von uns halten.

Manch einer meint zudem, er habe nur dann Anlass zum Stolz, wenn er Großes vollbringt. Das stimmt jedoch nicht, denn auch kleine Dinge zählen. Unser Alltag besteht aus einer Vielzahl von Kleinigkeiten und in der Summe besitzen sie allemal mehr Gewicht als irgendeine einzelne herausragende Leistung. Wir haben jeden Grund, uns auch mit den weniger bedeutsamen Aufgaben Mühe zu geben. Ich halte es hier mit Napoleon Hill, der geschrieben hat: „If you cannot do great things, do small things in a great way.“ Denn es gibt kaum etwas Befriedigenderes, als sich sagen zu können: „Das habe ich gut gemacht!“

 

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