Der Mythos vom perfekten Augenblick

Immer wieder erlebe ich Momente oder Stunden, in denen meine Aufgaben nicht zu meiner psychischen Verfassung zu passen scheinen. Ich habe keine Lust auf die Vorbereitung des neuen Vortrags, bin nicht in der richtigen Stimmung, um ein neues Kapitel zu schreiben – es gibt ihn zwar, den perfekten Augenblick, aber sehr häufig müssen wir uns mit weniger perfekten Augenblicken zufrieden geben.

Ich habe gelernt, meiner Befindlichkeit angesichts einer zu erledigenden Aufgabe wenig Beachtung zu schenken. Die Kunst liegt darin, ohne langes Nachdenken zu tun, was nötig ist und es möglichst gut zu tun. Dafür gibt es zwei sehr gute Gründe: Zum einen kann ich anschließend immer nachbessern. Würde ich hingegen auf den perfekten Augenblick warten, hätte ich nicht mal etwas zum Nachbessern in der Hand. Zum anderen habe ich wieder und wieder die Erfahrung gemacht, dass die Stimmung sich während des Tuns verändert: Plötzlich bin ich ganz bei der Sache, meine Aufgabe hat die dazu passende Verfassung hervorgerufen. Der Appetit kommt beim Essen…

Deshalb bin ich überzeugt: Wir sollten einfach tun, was wir tun sollten. Es macht keinen Sinn, auf die richtige Stimmung zu warten. Die stellt sich ohnehin meist ein, wenn man erst einmal angefangen hat…

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