Blick ins Grüne

Gerade schrieb mir mein Kollege, Hans-Georg Willmann, wie sehr er sich für den Frühling begeistert und die unterschiedlichen Grüntöne der Bäume. Seine Worte ließen mich sofort an eine Situation denken, die ich gestern in meinem Institut erlebt habe:

Ich war nervös, unruhig und ein bisschen aufgeregt. Es stand ein wichtiger Termin an. Während ich auf meinen Geschäftspartner wartete, der im Verkehr stecken geblieben war, konnte ich spüren, wie meine Unruhe wuchs. Für mich, die ich meist die Ruhe selbst bin, ein ungewöhnlicher Zustand. Mir lag viel daran, ihn so schnell wie möglich zu beenden. Wie zufällig fiel mein Blick durch das hintere Fenster meines Beratungszimmers. Dort gibt es viel Grün, man sieht nichts anderes als Blätter. Dicht an der Hauswand steht ein alter Fliederbusch mit sehr langen Ästen. Die Blätter sind hell, die Blütendolden zartlila und duftig. Augenblicklich veränderte sich meine Befindlichkeit. Ich fühlte mich schlagartig entspannt, so als hätte jemand die Nervosität einfach ausgeknipst. Ich war selbst überrascht, wie plötzlich diese Veränderung eintrat.

Dass Grün eine starke Wirkung auf uns hat, ist bereits vielfach erforscht. So gab es beispielsweise in großzügig bepflanzten Siedlungsgebieten mit reichlich Büschen und Bäumen 48% weniger Eigentumsdelikte und 52% weniger Gewaltdelikte als in vergleichbaren Siedlungen ohne Grünanlagen. Die Forscher erklären sich diesen Effekt damit, dass Grün die Stimmung verbessert und damit die Lust auf antisoziales Verhalten bremst. Am beeindruckendsten fand ich eine Studie, in der man belegen konnte, dass eine Grünpflanze auf dem Schreibtisch die Kreativität fördert. Super! Ich habe nämlich einen ganzen Garten voller Grünpflanzen und geh jetzt mal ein bisschen nachdenken….

Ein Gedanke zu „Blick ins Grüne

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