Zuhören, zuhören, zuhören….

Vor ein paar Tagen habe ich mehrere Vorträge zum Thema Gesprächsführung gehalten. Eine wesentliche Voraussetzung für gute Gespräche besteht in der Fähigkeit, sich selbst zurückzunehmen und die ganze Aufmerksamkeit dem Gegenüber zukommen zu lassen. Das scheint so selbstverständlich, dass ich bei meinen Veranstaltungen kaum wage, es lange zu betonen.

In der Praxis sind wir jedoch alle versucht, in Gedanken schon eine Antwort zu formulieren, bevor der andere überhaupt ausgesprochen hat. Es scheint uns ungeheuer wichtig zu sein, uns mitzuteilen und gehört zu werden. Und wenn jeder auf dieses Bedürfnis ausgerichtet ist, gibt es nur Monologe, aber keine wirkliche Verständigung.

Da ich selbst immer mein bester Kunde bin, habe ich in den Tagen nach meinen Vorträgen sehr genau darauf geachtet, wie ich es selbst mit dem Zuhören halte. Vermutlich fällt es mir schon von Berufs wegen leichter als manch anderem. Und trotzdem: Ich spüre deutlich, dass es Energie kostet, sich bewusst dem Gegenüber zuzuwenden und eigene Gedanken und Empfindungen erst einmal zurückzustellen. Aber die Anstrengung lohnt sich auf jeden Fall: Denn habe ich dem anderen so gut zugehört, dass er sich verstanden fühlt, ist er nun seinerseits eher in der Lage, mir zuzuhören. Und das zahlt sich aus, manchmal sogar in Euro und Cent, wie ich bei einem Akquisegespräch feststellen konnte…

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