Die Arbeit vor der Arbeit

Man kann beim Arbeiten nur so effektiv sein, wie man klar ist. Diese Erfahrung musste ich diese Woche wieder einmal machen. Ich arbeite an einem Manuskript, für das ich lange und gründlich recherchiert habe. Natürlich gibt es eine Gliederung und ich habe grob die Punkte im Kopf, über die ich schreiben will. Wenn ich morgens an meinen Schreibtisch gehe, ist die Versuchung groß, einfach drauflos zu schreiben. Schließlich weiß ich eine Menge über das Thema und es gibt viel zu sagen, das ich zu Papier bringen möchte. Aber dann passiert immer dasselbe: Ich verheddere mich in meinen Gedanken. Der rote Faden ist futsch, ich muss ganze Absätze löschen.

Ganz anders läuft es, wenn ich diszipliniert vorgehe: Erst klären, was genau das Thema sein soll, Aspekte dazu sammeln und sie dann sortieren. Danach jeden Aspekt der Reihe nach abhandeln, evtl. vorher noch einmal untergliedern. Diese Vorarbeit fällt mir manchmal schwer, weil ich mich zuweilen dadurch in meiner Kreativität gebremst fühle. Trotzdem – an den Tagen, an denen ich mich zwinge, so systematisch zu arbeiten, komme ich viel weiter und schaffe mehr.

Es lohnt fast immer, sich ausreichend Zeit für einen detaillierten Plan zu machen und völlige Klarheit herzustellen. Egal, was wir vorhaben – von der Hausarbeit bis zum Management einer großen Organisation – ohne die nötige Klarheit sind wir nicht effektiv.

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