Der Planungsirrtum (Teil 2)

Ich schaffe es nicht. Jeden Tag dasselbe: Ich nehme mir zu viel vor, daher bleibt etliches unerledigt und ich gehe frustriert schlafen. Keine sonderlich befriedigende Situation.
Aber ich habe einen Weg für mich gefunden: Jetzt setze ich nur noch zwei bis vier Punkte auf meine Liste, die obligatorisch sind für den Tag. Sie genießen oberste Priorität und müssen unbedingt abgearbeitet werden. Daneben gibt es eine Reihe von optionalen Aufgaben. Die „darf“ ich angehen, sobald die wichtigsten Arbeiten erledigt sind. Hier agiere ich ohne Druck.
Ergebnis: Es geht mir damit wesentlich besser als zuvor. Die Hauptaufgaben schaffe ich täglich. Dafür ist immer ausreichend Zeit. Und wenn ich abends zu Bett gehe, bin ich stolz, wie viele „freiwillige“ Arbeiten ich geschafft habe (statt frustriert zu sein, weil ich wieder mal hinter meinen eigenen Erwartungen zurückgeblieben bin).
Fazit: Zeitmanagement-Rezepte machen nur bedingt Sinn. Letzten Endes sind sie nicht eins zu eins übertragbar. Sie passen einfach nicht zu jedem in jeder Situation. Besser ist es, mit Verstand und auf der Basis der eigenen Erfahrung die ganz individuelle Arbeitsorganisation zu entwickeln.

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