Der Planungsirrtum

Gestern habe ich in meinem Institut einen Vortrag über die häufigsten Denkfehler gehalten, denen wir mit schöner Regelmäßigkeit unterliegen. Dabei wurde mir wieder einmal deutlich, wie irrational wir in vielen Situationen handeln. Mein allerliebster Denkfehler besteht darin, dass ich mir jeden Tag zu viel vornehme. Abends sind für gewöhnlich noch unerledigte Punkte auf meiner To do-Liste übrig. Ein unbefriedigender Zustand! Das Verblüffende daran: Ich scheine nichts daraus zu lernen und setze stur auch am nächsten Tag wieder zu viele Aufgaben auf meine Liste.
Angeblich befinde ich mich mit diesem Planungsirrtum in guter Gesellschaft. Untersuchungen zufolge arbeiten wir nur an jedem 20. Tag unsere Listen vollständig ab. Denn wir unterschätzen systematisch die vielen Störfaktoren, die uns von unseren Aufgaben abhalten.
Ich habe mir jetzt jedenfalls fest vorgenommen, endlich mehr Puffer in den Zeitplan einzubauen. Mal schauen, welche Erfahrungen ich damit mache…

Ein Gedanke zu „Der Planungsirrtum

  1. Waia Staviranos

    Mein Tipp, den ich mal in der Autobiographie von Mary-Kay gelesen habe, eine Gigantin des Kosmetik-Direktvertriebs aus Amerika:

    Sie hat täglich nur 6 Punkte auf die Liste geschrieben. Dann hatte sie einen überschaubaren Rahmen. Und notfalls kann man ja einen Punkt davon wieder am nächsten Tag drauf setzen. Aber dann immer schön bei 6 bleiben. Vielleicht tuts ja bei anderen auch eine andere Zahl. Weniger ist manchmal mehr!

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