Archiv für den Monat: August 2013

Grund zum Ärgern?

Kürzlich hat sich eine gute Freundin per E-Mail bei mir gemeldet, um ein Treffen zu vereinbaren. Ich habe mich über ihre Nachricht sehr gefreut und ihr einen Terminvorschlag gemacht (ebenfalls per E-Mail). Allerdings hat sie dann bis zum betreffenden Tag nichts mehr von sich hören lassen. Ich wusste also nicht, ob sie vorhatte, mich zu treffen oder nicht. Erst stieg Ungeduld in mir auf („Warum meldet sie sich denn nicht? Sie hätte doch genügend Zeit dafür gehabt!“). Danach stellte sich Ärger ein: „Ganz schön rücksichtslos, mich im Ungewissen zu lassen!“
Dann fiel mir etwas auf: Ich hatte mich in die Opferrolle begeben und der Ärger war hausgemacht. Nun ist Ärger mit Sicherheit ein ziemlich ungesundes Gefühl. Also weg damit! Und wie? Indem ich wieder Regie übernehme statt mich passiv zu verhalten. Ich sah drei Möglichkeiten:

  1. Anrufen und nachfragen.
  2. Den Tag nach meinen eigenen Bedürfnissen planen und nicht länger warten.
  3. Die eigenen Gedanken in Frage stellen. Rücksichtslosigkeit als Ursache war eine Unterstellung, für die ich keine Beweise hatte. Da hätten auch viele andere Ursachen im Spiel sein können (Krankheit, Arbeitsüberlastung, ein Fehler in der Technik usw.).

Auf diese Weise geht es mir besser. Und die Freundschaft wird nicht leichtfertig mit Vorwürfen belastet.